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6 Erzeugung und Märkte

6.1 Pflanzliche Erzeugung

Knappere globale Versorgungslage mit Getreide
Eine etwas geringere Getreideernte und steigender Getreideverbrauch führen im Wirtschaftsjahr 2018/19 zu einem deutlichen Abbau der Weltlagerbestände an Getreide. Mit 2,597 Milliarden Tonnen verfehlt die globale Getreideernte einschließlich Reis das Vorjahresergebnis um 17 Millionen Tonnen (- 0,6 Prozent). Demgegenüber steigt der Verbrauch voraussichtlich um 44 Millionen Tonnen auf 2,643 Milliarden Tonnen an, so dass die Weltgetreidebestände Ende 2018/19 um etwa 46 Millionen Tonnen abgebaut sein dürften.
 
USA nach Russland zweitgrößter Weizenlieferant
 
Stärker als in den letzten Jahren dominieren die USA den globalen Handel mit Getreide. In der Saison 2018/19 dürfte der Marktanteil von US-Getreide am Welthandel voraussichtlich auf 23 Prozent ansteigen, von US-Grob- und Futtergetreide sogar auf 33 Prozent. Dabei spielt Mais eine maßgebliche Rolle. Die EU dagegen ist immer noch ein wichtiger Akteur am globalen Weizenmarkt, und zwar vor allem bei qualitativ hochwertigem Weizen. Die Weizen-Ausfuhren der EU aber dürften im Wirtschaftsjahr 2018/19 mit geschätzten 23 Millionen Tonnen ähnlich schwach ausfallen wie im Vorjahr, verglichen mit Ausfuhrvolumina in 2014/15 und 2015/16 mit jeweils 35 Millionen Tonnen. Die wichtigsten Weizenlieferanten dürften im Wirtschaftsjahr 2018/19 Russland mit 35 Millionen Tonnen und die USA mit 29 Millionen Tonnen sein, gefolgt von Kanada mit 24 Millionen Tonnen.
 
Weltweite Weizenvorräte können den Bedarf von viereinhalb Monaten abdecken
 
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) schätzt die weltweite Weizenernte 2018/19 auf 734 Millionen Tonnen – das sind knapp 30 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr. Damit bleibt die Erzeugung erstmals seit sechs Jahren hinter dem Verbrauch zurück, der für das Wirtschaftsjahr 2018/19 auf 746 Millionen Tonnen geschätzt wird. Entsprechend werden sich die weltweiten Lagervorräte bei Weizen zum Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 auf 267 Millionen Tonnen verringern. Rein rechnerisch decken die zum Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 erwarteten Weizenvorräte den Bedarf von etwa viereinhalb Monaten bzw. 131 Tagen.
 
Hoher Abbau der Bestände an Grob- und Futtergetreide
 
Auch auf dem Weltmarkt für Futter- und Grobgetreide ist in 2018/19 mit einem deutlichen Bestandsabbau zu rechnen. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) steht der Erzeugung von 1.373 Millionen Tonnen Futtergetreide voraussichtlich ein Verbrauch von 1.409 Millionen Tonnen gegenüber. Gegen Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 werden Futter- und Grobgetreidebestände von weltweit 334 Millionen Tonnen erwartet. Das wären 36 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr.
 
 
Erheblich geringere EU-Getreideernte
 
Während die globale Versorgungslage mit Getreide im Wirtschaftsjahr 2018/19 einerseits von guten Ernten in Nord- und auch in Südamerika gekennzeichnet ist, litt andererseits das Getreidewachstum in weiten Teilen Russlands, Chinas und der EU. Das EU-Getreideaufkommen 2018 wird nach Schätzung der Europäischen Kommission von Oktober 2018 auf 285,2 Millionen Tonnen veranschlagt. Das sind gegenüber dem Vorjahresergebnis 23,1 Millionen Tonnen oder 7,5 Prozent weniger. Bei nahezu unveränderter Anbaufläche (+ 0,2 Prozent) ist das geringere Getreideaufkommen auf niedrigere Hektarerträge (- 7,7 Prozent) zurückzuführen, und das vor allem auf Grund witterungsbedingten Einflüssen im nördlichen Europa.
Die Lagerbestände bei Getreide dürften nach der Oktober-Schätzung der EU-Kommission bis Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 um gut 11 auf rund 41 Millionen Tonnen zurückgehen.

Dürrebedingt kleine deutsche Getreideernte 2018
Deutschland gehört zu den Ländern im nördlichen Europa, in denen die Getreideernte 2018 durch die Trockenheit besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sie erreichte mit insgesamt 38,0 Millionen Tonnen (einschließlich Körnermais) ein Niveau, das um gut 10 Millionen Tonnen oder fast 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel 2012-17 liegt. Gegenüber dem unterdurchschnittlichen Ergebnis des Vorjahres beträgt das Minus rund 17 Prozent. Regional gesehen ist die Ertragsentwicklung wegen unterschiedlicher Witterungsbedingungen allerdings uneinheitlich.
 
Deutsche Getreideausfuhren stark rückläufig
 
Im Wirtschaftsjahr 2017/18 sind die Getreideausfuhren Deutschlands gegenüber dem Vorjahr erheblich zurückgegangen. Mit insgesamt 8,8 Millionen Tonnen liegt das Ausfuhrvolumen um 4,3 Millionen Tonnen niedriger als im Wirtschaftsjahr zuvor. Betroffen von dem starken Ausfuhrrückgang war vor allem Weizen. Hier gingen die exportierten Mengen von 9,8 auf 5,9 Millionen Tonnen zurück.
 
Weltmarktpreise für Getreide ziehen an
Die internationalen Getreidepreise dürften sich nach Einschätzung der FAO im Wirtschaftsjahr 2018/19 weiter festigen. Eine niedrigere Ernte und ein höherer Verbrauch sind maßgebend für diese Entwicklung. Der FAO-Getreidepreisindex lag in den Monaten August bis Oktober 2018 um rund 8 bis 10 Prozent über den relativ niedrigen Vorjahreswerten.
Der FAO-Getreidepreisindex wird gebildet auf Basis der Exportpreise für Weizen, Mais und Reis an den wichtigsten globalen Handelsplätzen.

Mittelfristig mit weiteren moderaten Preissteigerungen zu rechnen
 
FAO und OECD rechnen für den Zeitraum bis 2027 mit nominal moderat steigenden Getreidepreisen. Annahmen dabei sind ein verhaltenes weiteres Bevölkerungswachstum, begrenzte Anbauflächen und verringerte Produktivitätsfortschritte. Es werden weiterhin große Preisausschläge (Volatilitäten) erwartet. Da sich makroökonomische Rahmenbedingungen wie die Entwicklung des Ölpreises ändern und globale Extremwetterereignisse und Handelskonflikte kaum abschätzbar sind, stellen die Projektionen von FAO und OECD, wie sich die Märkte entwickeln können, eher eine grobe Richtschnur dar.
 
Im Wirtschaftsjahr 2018/19 deutlich höhere Getreidepreise
Im Wirtschaftsjahr 2018/19 beeinflusst das deutlich geringere Inlandsaufkommen von Brot- und Futtergetreide stärker als üblich die Preisbildung. Im November  2018 lag das Preisniveau für Brotweizen mit 18,71 Euro je Dezitonne (ohne MwSt.) um rund 26 Prozent über dem Vorjahresstand. Die Erzeugerpreise für Futtergerste lagen mit 18,73 Euro je Dezitonne (ohne MwSt.) sogar um 34 Prozent über dem Vorjahresstand. 
 
Auch für erste Jahreshälfte 2019 feste Getreidepreise zu erwarten
Orientierung für den deutschen und europäischen Getreidemarkt geben vor allem die Preise an der Matif-Börse in Paris. Üblicherweise erfolgt ein Abschlag auf Erzeugerebene in Abhängigkeit von der Entfernung zu den Verbrauchszentren. Regional knappe Angebote haben in der zweiten Jahreshälfte 2018 allerdings dazu geführt, dass unter anderem von Mischfutterwerken Zuschläge gezahlt wurden. Marktexperten der AMI gehen auch für die erste Jahreshälfte 2019 von festen Preisen für Brot- und Futtergetreide aus.

Die Getreidepreise haben kaum Auswirkungen auf den Brotpreis
 
Während die Entwicklung der Erzeugerpreise für Brotweizen im Zeitverlauf durch ein starkes Auf und Ab gekennzeichnet ist, sind die Verbraucherpreise für Brot und Gebäck relativ stabil geblieben. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der Rohstoffanteil an den Verbraucherpreisen für Brot und Backwaren nur bei etwa drei bis sechs Prozent liegt. Wie Berechnungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) zeigen, bleiben die Verbraucherpreise für Brot von der Entwicklung der Erzeugerpreise für Weizen unbeeindruckt.
 
Globale Ölsaatenerzeugung deutlich angestiegen
 
Die weltweite Produktion der sieben wichtigsten Ölsaaten dürfte im Wirtschaftsjahr 2018/19 mit 599,6 Millionen Tonnen eine neue Rekordmarke erreichen. Gegenüber dem Vorjahr sind das 25 Millionen Tonnen oder gut 4 Prozent mehr. Im Wirtschaftsjahr zuvor hatte die globale Ölsaatenerzeugung um knapp 2 Millionen Tonnen zugenommen. Die mit Abstand wichtigste Ölsaat bleibt 2018/19 die Sojabohne mit 367,5 Millionen Tonnen, gefolgt von Raps mit 70,9 Millionen Tonnen, Sonnenblumen mit 50,4 Millionen Tonnen, Baumwollsaat mit 43,8 Millionen Tonnen und Erdnüssen mit 42,0 Millionen Tonnen.
 
USA, Brasilien und Argentinien dominieren den Sojaanbau

 
 
 
 
Sojabohnen werden hauptsächlich in Form von Schrot zu Tierfutter verarbeitet. Der Vorteil ist der hohe Eiweißgehalt, der mit 40 Prozent mehr als doppelt so hoch ist wie beim Raps. Zudem enthalten Sojabohnen rund 20 Prozent Öl. Der weltgrößte Erzeuger von Sojabohnen sind die USA mit geschätzten 125,2 Millionen Tonnen in 2018/19, dicht gefolgt von Brasilien mit 120,5 Millionen Tonnen und Argentinien mit 55,5 Millionen Tonnen. Hauptimporteur von Sojabohnen ist China mit 90,0 Millionen Tonnen, gefolgt von der EU mit 15,8 Millionen Tonnen. Die für das Wirtschaftsjahr 2018/19 geschätzte Welt-Sojabohnenernte liegt bei 367,5 Millionen Tonnen. Das sind gegenüber dem Vorjahr 28,8 Millionen Tonnen oder 8,5 Prozent mehr. Maßgebend für diese Entwicklung sind höhere Erntemengen in Nord- und Südamerika, aber auch in Indien.
 
China kauft weniger Sojabohnen

Chinas Sojabohnenimporte und der Verbrauch von Sojaschrot im Land werden im Wirtschaftsjahr 2018/19 aufgrund der fortwährenden Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China und des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest voraussichtlich zurückgehen. Zu den Auswirkungen des bilateralen Handelsstreits zählen der zusätzliche Zoll von 25 Prozent auf US-amerikanische Sojabohnen. Obwohl die US-amerikanischen Sojabohnen trotz des zusätzlichen Zolls von 25 Prozent weiterhin wettbewerbsfähig sind, haben viele Importeure erklärt, keine Sojabohnen von dort mehr kaufen zu wollen. Neben dem Handelsstreit bereitet der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest und seine Auswirkungen auf die Schweinebestände in einigen Provinzen des Landes Sorge. Chinas Sojabohnenimporte werden im Wirtschaftsjahr 2018/19 voraussichtlich auf 90 Millionen Tonnen zurückgehen, was einem Minus von rund 5 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. Die chinesische Ölsaatenerzeugung dürfte im Wirtschaftsjahr 2018/19 trotz erhöhter staatlicher Anbauanreize mit rund 59 Millionen Tonnen nur auf Vorjahreshöhe liegen.
 
 
 
 
 
Palm- und Sojaöl beherrschen den Pflanzenölmarkt
 
 
 
 
 
 
 
Der weltweite Pflanzenölmarkt wird vom Palmöl dominiert. Im Wirtschaftsjahr 2018/19 macht die Palmölerzeugung mit etwa 72,3 Millionen Tonnen knapp 36 Prozent der globalen Pflanzenölerzeugung von insgesamt 202,7 Millionen Tonnen aus. Die Palmfrucht liefert im Schnitt einen Pflanzenölertrag von 3,3 Tonnen je Hektar im Plantagenanbau. Bei Raps sind es 1,4 Tonnen je Hektar und bei Sonnenblumen entsprechend 1,1 Tonnen. Die größten Palmölproduzenten der Welt sind Indonesien und Malaysia mit zusammen 84 Prozent Marktanteil. Sojaöl nimmt mit einer Weltproduktion von 57,4 Millionen Tonnen und einem Anteil von gut 28 Prozent an der Gesamtproduktion die zweite Stelle bei den pflanzlichen Ölen ein. Es folgen Raps- und Sonnenblumenöl mit 27,9 Millionen Tonnen (14 Prozent) und 19,3 Millionen Tonnen (10 Prozent).
 
Pflanzenölmarkt mit dynamischer Entwicklung
 
Die Erzeugung der weltweit neun wichtigsten pflanzlichen Öle (aus Sojabohnen, Raps, Sonnenblumen, Baumwoll- und Erdnusssaat sowie Palm und Palmkerne, Kokos und Oliven) dürfte im Wirtschaftsjahr 2018/19 auf 202,7 Millionen Tonnen steigen. Dies sind 6,1 Millionen Tonnen oder gut 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend für das deutliche Mengenplus ist vor allem eine größere Ernte von Sojabohnen und auch von Sonnenblumen, während die globale Rapsölgewinnung auf Grund von deutlichen geringeren Erntemengen in der EU, China und Kanada niedriger eingeschätzt wird. Nicht ganz so stark wächst die globale Nachfrage mit plus 5,8 Millionen Tonnen. Angebot und Nachfrage zeigen bereits seit Jahren eine starke dynamische Entwicklung. Pflanzenöl wird zu einem hohen Anteil im Nahrungsmittelbereich eingesetzt. Etwa ein Fünftel geht in die oleochemische Industrie oder wird zur Herstellung von Biodiesel verwendet. 
 
Niedrigere Ölsaatenernte in der EU
 
In der EU-28 hat die Ölsaatenerzeugung in 2018 ertragsbedingt mit einem deutlich niedrigeren Ergebnis abgeschlossen. Mit einer Erntemenge von 32,2 Millionen Tonnen wurde das Vorjahresergebnis um 2,7 Millionen Tonnen oder knapp 8 Prozent unterschritten. Mit 19,7 Millionen Tonnen (- 10 Prozent gegenüber Vorjahr) dominiert in der EU-Ölsaatenerzeugung der Raps, gefolgt von Sonnenblumen mit 9,7 Millionen Tonnen (- 6 Prozent) und Sojabohnen mit 2,8 Millionen Tonnen (+ 7 Prozent).
 
Deutlich niedrigere Rapsernte auch in Deutschland
Nach Ergebnissen der amtlichen Statistik sind in Deutschland 2018 rund 3,7 Millionen Tonnen Winterraps geerntet worden. Das sind 0,6 Millionen Tonnen oder gut 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Anbaufläche von Raps wurde zur Ernte 2018 erneut eingeschränkt. Mit 1,22 Millionen Hektar war sie um gut 6 Prozent kleiner als ein Jahr zuvor. Hauptursache für die erheblich niedrigere Erntemenge sind witterungsbedingt niedrigere Hektarerträge, die mit durchschnittlich 29,9 Tonnen um gut 8 Prozent unter dem niedrigen Vorjahresergebnis und um 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel 2012-17 liegen. Allerdings ist die regionale Spannbreite groß. Während relativ gute Erträge in Süddeutschland erzielt wurden, waren die Erträge im Norden und Osten Deutschlands gegenüber den dort üblichen Werten weit unterdurchschnittlich ausgefallen. Für das Wirtschaftsjahr 2018/19 erwartet die ufop einen weiteren Rückgang der Anbaufläche auf 1,0 Millionen Hektar.
 
Raps füllt Teller, Trog und Tank

In 2018 wurden in Deutschland 3,7 Millionen Tonnen Raps geerntet. Rein rechnerisch entstehen daraus in deutschen Ölmühlen etwa 1,5 Millionen Tonnen Rapsöl und rund 2,2 Millionen Tonnen Rapskuchen und -extraktionsschrote. Jährlich gehen etwa 500.000 Tonnen des Öls in die menschliche Ernährung. Rapsspeiseöl ist seit Jahren das meistverwendete Pflanzenöl in den Haushalten. Mit den übrigen 1,0 Millionen Tonnen Öl können ca. 1,1 Millionen Pkw ein Jahr lang betrieben werden. Gleichzeitig kann auf den Import von 1,3 Millionen Tonnen Import-Sojaschrot aus Übersee verzichtet werden. Das entspricht etwa 0,5 Millionen Hektar Sojaanbaufläche, die nicht „importiert“ werden.   
 
Quelle: UFOP
 
Bei Ölsaaten und -schroten hohe Netto-Importe
 
An Ölsaaten und -schroten führte Deutschland im Wirtschaftsjahr 2017/18 rund 14,3 Millionen Tonnen ein und rund 3,8 Millionen Tonnen aus. Importiert wurden vor allem Raps (6,0 Mio. t), Sojabohnen (3,5 Mio. t) und Sojaschrot (2,6 Mio. t). In beachtlichen Mengen exportiert wurden Sojaschrot (1,7 Mio. t) und Rapsschrot (1,6 Mio. t).
 
Gute Versorgungslage auf den globalen Märkten für pflanzliche Öle
 
Der FAO-Preisindex für pflanzliche Öle ist im Laufe des Jahres 2018 kontinuierlich gefallen und hat im Oktober 2018 den niedrigsten Stand seit April 2009 erreicht. Ursache dafür sind wachsende Lagerbestände an Palmöl und Erwartungen an eine gute Welt-Sojaernte. Experten der AMI gehen für den weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres 2018/19 von einer weiterhin guten globalen Versorgungslage mit Ölsaaten aus, die nur wenig Spielraum für höhere Preise im Handel mit Ölsaaten lässt. Allerdings wird zwischen den Entwicklungen der einzelnen Ölsaatenmärkte unterschieden. Die erntebedingt erheblich geringeren verfügbaren Rapsmengen in der EU und in Deutschland haben bislang zu stabilen bis leicht anziehenden Erzeugerzeugerpreisen geführt. Das EU-Erzeugerpreisniveau für Raps lag im September 2018 im EU-Durchschnitt um 2 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresstand.
 
Spielraum für höhere Rapspreise
 
Rapsöl ist gesucht und erntebedingt knapp, das Palmölangebot ist indes reichlich. Seit Ende Juni 2018 zeigten die Erzeugerpreise für Raps in Deutschland im Gefolge rückläufiger Ernteerwartungen deutlich nach oben. Sie stabilisierten sich im Oktober 2018 bei etwa 360 Euro je Tonne. Das sind knapp 3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Da Raps-öl durch andere pflanzliche Öle substituierbar ist, hängt die weitere Preisentwicklung bei Raps von der Preisentwicklung anderer wichtiger Ölsaaten ab. Im internationalen Handel orientiert sich die Preisfindung in erster Linie an den Sojakursen. Für den weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres 2018/19 ist die Frage allerdings offen, inwieweit die globalen Notierungen für Ölsaaten und pflanzliche Öle auf die Notierungen in der EU durchschlagen werden. Der europäische und deutsche Markt für Rapssaaten orientiert sich an den Notierungen der Matif Paris, die – Stand Anfang November 2018 – für das erste Halbjahr 2019 stabile Rapserzeugerpreise erwarten lassen.
 
Weniger Hülsenfrüchte geerntet
 
Die EU-Hülsenfruchtanbaufläche für Futtererbsen, Ackerbohnen, Süßlupinen und andere Eiweißpflanzen ist 2018 deutlich eingeschränkt worden. Das Ernteergebnis wird auf 5,9 Millionen Tonnen geschätzt, gegenüber Vorjahr minus 2 Prozent. Besonders drastisch war die Entwicklung in Deutschland. Nach einer mehrjährigen Ausweitung des Anbaus von Hülsenfrüchten ging die Anbaufläche 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf 191.700 Hektar zurück. Innerhalb der Gruppe der Hülsenfrüchte gab es starke Verschiebungen. Während der Anbau von Ackerbohnen um 19 Prozent zulegen konnte, gingen die Flächen bei Futtererbsen um 17 Prozent und bei Süßlupinen um fast 20 Pro-zent zurück. Der Anbauumfang von Sojabohnen wuchs erneut kräftig, gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent auf 24.100 Hektar. Die Erntemenge an Hülsenfrüchten fiel infolge von Trockenheit in 2018 mit 436.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent geringer aus.

Global reichliche Zuckerversorgung
Die Weltzuckererzeugung wird vom USDA für das Wirtschaftsjahr 2018/19 auf 185,9 Millionen Tonnen Zucker geschätzt. Das sind gegenüber dem Vorjahresergebnis 8,7 Millionen Tonnen oder gut 4 Prozent weniger. Ursächlich für den Produktionsrückgang sind erheblich niedrigere Erzeugungsmengen in Brasilien (witterungsbedingt, höhere Ethanolerzeugung aus Zuckerrohr). Wie in den beiden Vorjahren bleibt der Verbrauch hinter der Erzeugung zurück, und zwar um 9,1 Millionen Tonnen, nach 3,0 Millionen Tonnen in 2016/17 und 20,6 Millionen Tonnen in 2017/18. Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 dürften die Welt-Zuckerbestände ähnlich hoch ausfallen wie im Vorjahr.
 
Starker Rückgang der Zuckerpreise
Am Weltmarkt sind die Zuckerpreise seit Herbst 2016 um über 40 Prozent gefallen. Das zeigt der FAO-Preisindex für Zucker. Die global reichliche Versorgung hat die Preise unter Druck gesetzt. Das gilt ganz besonders für das Jahr 2018. Seit Jahresbeginn sind die globalen Zuckerpreise nahezu kontinuierlich weiter zurückgegangen. Erst im Oktober 2018 setzte beim FAO-Index für Zucker eine Preiserholung ein, von der Marktanalysten annehmen, dass sie sich in den Folgemonaten fortsetzen wird. Die weitere Erholung der Preise am Welt-Zuckermarkt wird vor allem getragen von der Annahme, dass die niedrigen Preise zu einer Einschränkung des Anbaus von Zuckerrohr und -rüben führen. Indirekt dürften auch steigende Rohölpreise die Zuckernotierungen stützen, indem Zucker vermehrt für die Bioethanol-Erzeugung eingesetzt wird. Der Anteil des Rübenzuckers an der weltweiten Erzeugung beträgt rund 20 Prozent.
 
Trockenheit lässt EU-Zuckererzeugung deutlich zurückgehen
 
Nach dem Wegfall der Zuckerquotenregelung in der Europäischen Union am 1. Oktober 2017 haben Landwirte in einigen Mitgliedstaaten den Zuckerrübenanbau deutlich ausgeweitet. So stieg die EU-Zuckererzeugung im Wirtschaftsjahr 2017/18 um gut ein Viertel auf 21,1 Millionen Tonnen. Für das Wirtschaftsjahr 2018/19 schätzt die Europäische Kommission die Zuckererzeugung auf 19,2 Millionen Tonnen, was gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 1,9 Millionen Tonnen oder 9 Prozent bedeutet. Ursache sind neben einer Anbaueinschränkung von knapp 2 Prozent vor allem trockenheitsbedingte geringere Rübenerträge bei etwas höheren Zuckergehalten. Die Europäische Union ist der weltweit größte Produzent von Rübenzucker und Hauptimporteur von Rohrzucker für die Raffination. In der EU werden ungefähr 50 Prozent der Welt-Rübenzuckerproduktion erzeugt. 

Weltmarktmarktpreise werden die künftige EU-Zuckerproduktion bestimmen

Die EU-Zuckermarktordnung ist am 1. Oktober 2017 ausgelaufen. Landwirte und Zuckerindustrie sind seitdem gefordert, sich dem globalen Wettbewerb zu stellen, mit allen Chancen und Risiken. Bei hohen Weltmarktpreisen könnte die Europäische Union vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur werden. Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Zuckerproduktion gegenüber der Isoglukose-Erzeugung wird auch stark durch die Entwicklung der Weltmarktpreise von Getreide, Raps und Erdöl beeinflusst. Mit steigenden Weltmarktpreisen für diese Produkte verbessert sich die Wettbewerbsposition der Zuckerindustrie gegenüber der Isoglukose-Industrie.
 
Zuckermarktordnung
 
Die EU-Zuckermarktordnung trat 1968 in Kraft. Ihre Grundelemente waren eine Quotenregelung und ein Rübenmindestpreis. Durch die Zuckermarktordnung entwickelte sich die Europäische Union, die bis dahin ein Nettoimporteur von Zucker gewesen ist, zu einem Exporteur von Zucker. Im Jahr 2005 setzte die Welthandelsorganisation (WTO) durch, dass der Export von Zucker aus der EU auf 1,4 Millionen Tonnen jährlich begrenzt wurde. Gleichzeitig wurde eine Importfreigabe für die ärmsten Exportländer von Zucker bestimmt, um diese bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Zum 1. Oktober 2017 ist die EU-Zuckermarktordnung ausgelaufen. Aussaat und Anbau 2017 erfolgten bereits unter den Bedingungen des internationalen Wettbewerbs, ohne Quoten und ohne Mindestpreise. In der Konsequenz kann jeder so viel Zucker produzieren und erstmals auch exportieren, wie er will. Der Import wird gelockert, bleibt aber beschränkt auf ehemalige Kolonien und besonders unterentwickelte Länder.
 
Deutsche Zuckererzeugung erheblich unter Vorjahr
 
Die deutsche Zuckererzeugung aus Rüben fällt in 2018/19 nach vorläufigen Ergebnissen der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) mit 4,41 Millionen Tonnen um 0,79 Millionen Tonnen kleiner aus als in der Rekord-Kampagne 2017/18. Die Ursache für das erheblich niedrigere Kampagne-Ergebnis sind witterungsbedingte Rückgänge der Hektarerträge, bei großen regionalen Unterschieden. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2018 auf 413.000 Hektar Zuckerrüben angebaut, von denen 392.000 Hektar der Zuckererzeugung dienen (gegenüber Vorjahr + 2 Prozent).
 
Weniger Kartoffeln – höhere Preise
 

 
 
 
 
Die Trockenheit des Sommers 2018 schlägt sich auch in der Kartoffelernte nieder. Nach dem vorläufigen Ergebnis der amtlichen Statistik liegt die deutsche Kartoffelernte des Jahres 2018 bei 8,7 Millionen Tonnen. Im vorangegangenen Jahr hatte das Ergebnis bei rund 11,7 Millionen Tonnen gelegen. Ursache für das um 25 Prozent niedrigere Ernteergebnis sind erheblich kleinere Hektarerträge. Die Kartoffelanbaufläche blieb mit rund 250.200 Hektar im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen wichtigen nordwesteuropäischen Kartoffelanbaugebieten (Frankreich, Vereinigtes Königreich, Niederlande und Belgien) herrschte im Sommer 2018 Trockenheit, so dass das Angebot spürbar niedriger als 2017 ausfällt. Hinzu kommt eine große Nachfrage der Industrie für Verarbeitungskartoffeln (zum Beispiel für Pommes Frites und Chips). Die Erzeugerpreise übertreffen vor diesem Hintergrund das niedrige Vorjahresniveau erheblich.

Vermarktungsspanne ist größer geworden
 
Der Zusammenhang zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen ist bei Speisekartoffeln relativ eng. Sinkende bzw. steigende Erzeugerpreise gehen mit sinkenden bzw. steigenden Verbraucherpreisen einher, allerdings nicht in gleichem Ausmaß.
 
Erheblich höhere EU-Apfelernte
Die Dürre- und Hitzewelle im mehreren Teilen Europas verhinderte 2018 eine Apfel-Rekordernte, die nach dem frostbedingten Ausfall im Vorjahr zu erwarten gewesen wäre. Die Apfelernte der EU wird auf 12,611 Millionen Tonnen geschätzt. Das sind im Vergleich zum Vorjahr ein gutes Drittel mehr (+ 34 Prozent). Für Deutschland wird die Apfelernte auf 1,089 Millionen Tonnen geschätzt. Gegenüber der sehr niedrigen Vorjahresernte, die durch Spätfröste extrem in Mitleidenschaft gezogen worden war, sind das 82 Prozent mehr. Das größte Apfelerzeugerland ist in 2018 Polen mit 4,480 Millionen Tonnen, gefolgt von Italien mit 2,200 Millionen Tonnen und Frankreich mit 1,502 Millionen Tonnen. 
Die EU-Birnenernte 2018 wird auf 2,327 Millionen Tonnen geschätzt. Das sind gegenüber dem Vorjahr 4 Prozent mehr. Größte Birnen-erzeugerländer in der Europäischen Union sind Italien mit 741.000 Tonnen vor den Niederlanden mit 398.000 Tonnen, Belgien mit 318.000 Tonnen und Spanien mit 311.000 Tonnen. Für Deutschland wird eine Birnenernte von 47.000 Tonnen geschätzt. Gegenüber dem extrem niedrigen Vorjahresergebnis entspricht das mehr als einer Verdoppelung.

Trotz Trockenheit reichliche Obsternte
Nicht nur bei Äpfeln und Birnen konnten die frostbedingten erheblichen Ernteverluste des Vorjahres in 2018 wettgemacht werden. Nach vorläufigen Ergebnissen liegt die Süßkirschenernte mit 44.000 Tonnen gut zweieinhalb so hoch wie in 2017. Ähnlich sieht es bei Sauerkirschen aus (16.000 Tonnen, plus 92 Prozent), bei Pflaumen/Zwetschen/Mirabellen/Renekloden (68.000 Tonnen, plus 164 Prozent) und auch bei Beerenobst (Johannisbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren). Nach vorläufigen Ergebnissen lag die Erdbeerernte 2018 bei 122.300 Tonnen, gegenüber Vorjahr + 6 Prozent. Die frühen sommerlichen Temperaturen im Mai haben die Früchte schneller reifen lassen. Das führte zu mehr Ertrag, niedrigeren Preisen und einem verfrühten Saisonende.
 
2018: Höhere Obsternte sorgt für Preisdruck
 
Die Absatzmengen der deutschen Erzeugerorganisationen mit Obst waren 2017 durch die Folgen von Wetterextremen auf einen Tiefstand von 570.000 Tonnen gesunken. Das waren gegenüber dem Vorjahr knapp 18 Prozent weniger. Jedoch konnten höhere Preise das starke Mengenminus mehr als wettmachen. Die Umsätze stiegen auf 399 Millionen Euro. Das waren 33 Millionen Euro oder 9 Prozent mehr als 2016. In 2018 ist die Situation von hohen Obstmengen geprägt. Die höhere Erntemenge hat zu mehr oder minder starkem Preisdruck geführt. Die AMI schätzt die Umsatzerlöse der Erzeugerorganisationen für 2018 auf 361 Millionen Euro. Das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahr.
 
Anbau von Freilandgemüse ist geringfügig gesunken
Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungserhebung des Statistischen Bundesamtes beläuft sich die Anbaufläche von Freilandgemüse in Deutschland in 2018 auf gut 122.000 Hektar (2017: 123.000 Hektar). Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 1 Prozent. Zu den flächenmäßig wichtigsten Kulturen gehören Spargel, Möhren und Zwiebeln. Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen sind nach wie vor die Bundesländer mit der größten Freilandgemüsefläche. In Gewächshäusern wird in Deutschland auf rund 1.300 Hektar Gemüse angebaut. Die wichtigste Kultur ist die Tomate, gefolgt von Gurke und Feldsalat.
 
Gemüseernte 2018 unter Vorjahresstand
Die deutsche Freiland-Gemüseernte liegt nach Schätzungen der AMI 2018 bei 3,36 Millionen Tonnen. Gegenüber der Vorjahresernte von 3,77 Millionen Tonnen sind das 11 Prozent weniger. Nur wärmeliebende Arten wie Zucchini oder Kürbis brachten gute Erträge, vielen Kulturen fehlte das nötige Wasser. Frischgemüse kann zwar meist beregnet werden, die Beregnungskapazität der Betriebe reichte im Trockensommer 2018 aber selten für eine vollständige Wasserversorgung der Kulturen aus. Im Vergleich zu 2017 ist die deutsche Spargelernte 2018 um 1 Prozent auf 129.600 Tonnen leicht zurückgegangen. Anhaltend hohe Temperaturen während der gesamten Spargelsaison haben zu konstant hohen Erntemengen geführt. Mit 23.100 Hektar (2018) ist der im Ertrag stehende Spargel die flächenstärkste Gemüsekultur, gefolgt von Speisezwiebeln und Möhren mit 11.400 bzw. 12.500 Hektar.
 
Erlöse aus dem Verkauf von Gemüse steigen 2018 etwas an
 
Die Absatzmengen der deutschen Erzeugermärkte für Gemüse stiegen 2017 gegenüber dem Vorjahr um knapp 2 Prozent auf 879.000 Tonnen an. Da die durchschnittlich erzielten Erlöspreise um etwa 4 Prozent zurückgingen, fiel der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 19 Millionen Euro auf 791 Millionen Euro. Die Gemüse-Erntemenge in 2018, die gegenüber 2017 geringer ausfällt, führt in Verbindung mit einem höheren Preisniveau nach AMI-Schätzung zu etwas höheren Verkaufserlösen von rund 825 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von knapp 5 Prozent.
 
Deutschland unter den TOP 8-Weinländern
 
Die globale Weinerzeugung erreicht in 2018 eines der höchsten Niveaus seit dem Jahr 2000. Die Welt-Weinerzeugung wird auf 282 Millionen Hektoliter geschätzt. Das wären 31 Millionen Hektoliter oder 12 Prozent mehr als im mengenmäßig schlechten Jahr 2017. Auch in 2018 führen Italien (48,5 Mio. Hektoliter) und Frankreich (46,4 Mio. Hektoliter) die Rangliste der weltweit wichtigsten Weinerzeugerländer an, vor Spanien (40,9 Mio. Hektoliter). Auf Platz 4 folgen die USA mit 23,9 Millionen Hektolitern. Deutschland liegt 2018 mit 10,9 Millionen Hektolitern auf Platz 8 der Weltrangliste.
 
Traubenernte 2018: Große Menge, sehr gute Qualitäten
 
Die deutsche Weinmosternte 2018 wird auf rund 10,9 Millionen Hektoliter geschätzt. Gegenüber der durch Spätfröste geschädigten, niedrigen Vorjahresernte ist dies ein Plus von 46 Prozent. Dank des warmen und sonnigen Sommers wird die Mosternte 2018 als außerordentlich guter Jahrgang beschrieben. Für die EU wird mit rund 175,6 Millionen Hektolitern eine Weinmosternte geschätzt, die um 22 Prozent über der historisch schwachen Ernte des Vorjahres liegt.
 
Wein und Weinbau in Deutschland
 
Deutschland beheimatet die nördlichsten zusammenhängenden Weinbaugebiete der Welt. Die gesamte im Ertrag stehende Rebfläche lag 2018 bei 99.500 Hektar. Rund zwei Drittel davon befinden sich in Rheinland-Pfalz. Die meisten der etwa 17.000 Winzer – 7.500 davon im Nebenerwerb – sind in 162 Winzergenossenschaften zusammengeschlossen.
 
Unterdurchschnittliche Hopfenernte
 
In Deutschland werden auf rund 20.100 Hektar Hopfen angebaut. Etwa 83 Prozent davon liegen in Bayern (Hallertau). Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der weltweiten Hopfenanbaufläche von 59.200 Hektar entfällt auf Deutschland. Die Erzeugnisse der fast 1.200 Hopfenbetriebe in Deutschland werden in über 100 Länder exportiert. Bei insgesamt zu niedrigen Niederschlägen und zu hohen Temperaturen fällt die 2018er Hopfenernte mit geschätzten 41.100 Tonnen unterdurchschnittlich aus.