6 Erzeugung und Märkte

6.3 Pflanzliche Erzeugung

Ackerlandnutzung hat sich verändert
Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Deutschland von 16,9 Millionen Hektar wird zu 71 Prozent als Ackerland und zu 29 Prozent als Grünland genutzt. Auf den 11,9 Millionen Hektar Ackerland wurden 2012 6,5 Millionen Hektar Getreide angebaut. Gegenüber dem Vorjahr waren dies 24.000 Hektar oder 0,4 Prozent weniger. Ölsaaten wurden auf rund 1,3 Millionen Hektar angebaut, was gegenüber 2011 einen Rückgang von 22.000 Hektar ausmacht.


900.000 Hektar für Silomais zur Biogaserzeugung
Der Anbau von Silomais nahm 2012 um weitere 28.000 Hektar auf knapp 2,1 Millionen Hektar zu. Die Flächenausdehnung dürfte größtenteils auf die Verwendung zur Biogaserzeugung zurückzuführen sein; der Flächenanteil dafür wird auf rund 900.000 Hektar geschätzt (siehe Kapitel 2.2).


Deutsche Getreideernte 2012 eine Durchschnittsernte
Die deutsche Getreideernte 2012 liegt nach offiziellen Schätzungen bei 45,0 Millionen Tonnen (einschließlich Körnermais), das sind 7 Prozent mehr als 2011. Sie liegt damit genau im langjährigen Durchschnitt (2006/11). Regional gesehen ist die Ertragsentwicklung gegenüber 2011 im Norden und Osten günstiger verlaufen als in vielen Gebieten Süddeutschlands. Ursache waren vor allem sehr unterschiedliche Witterungsbedingungen.


Mäßige EU-Getreideernte führt zu weiterem Bestandsabbau
In der EU-27 fällt das Getreideaufkommen 2012 mit 278,8 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr (288,4 Millionen Tonnen) um gut 3 Prozent kleiner aus. Die EU-Getreideanbaufläche stieg in 2012 um fast 3 Prozent auf 57,4 Millionen Hektar. Die Hektarerträge aber blieben im EU-Durchschnitt gegenüber dem Vorjahresergebnis deutlich zurück (- 6 Prozent). Auf Grund der europaweit relativ engen Versorgungslage dürften im Wirtschaftsjahr 2012/13 nur etwa 23 Millionen Tonnen Getreide aus der EU exportiert werden (Vorjahr 26 Millionen Tonnen). Die Lagerbestände bei Getreide werden nach Einschätzung der EU-Kommission am Ende des Wirtschaftsjahres 2012/13 nur noch gut 32 Millionen Tonnen betragen.


Drei Fünftel der Ernte werden verfüttert
Gut drei Fünftel des EU-Getreideverbrauchs entfallen auf Futtermittel, knapp ein Viertel auf die direkte menschliche Ernährung. Nur 3 Prozent dienen der Herstellung von Biokraftstoffen.


Globale Versorgungslage wird enger
Mit 2,23 Milliarden Tonnen liegt die für 2012 geschätzte Weltgetreideernte um 4 Prozent oder 85 Millionen Tonnen unter der Vorjahresernte. Der Verbrauch steigt weiter an und dürfte im laufenden Wirtschaftsjahr 2012/13 das Angebot um 46 Millionen Tonnen übertreffen. Die Lagerbestände verringern sich entsprechend (gegenüber Vorjahr -10 Prozent).


Weltweite Weizenbestände werden stark abgebaut
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) schätzt die weltweite Weizenernte 2012 auf 651 Millionen Tonnen – das sind gut 6 Prozent oder 45 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr. Der Verbrauch wird auf 675 Millionen Tonnen geschätzt und liegt damit um 24 Millionen Tonnen über dem Ernteergebnis. Entsprechend dürften die weltweiten Weizenbestände zum Ende des Wirtschaftsjahres 2012/13 auf 174 Millionen Tonnen zurückgehen. Rein rechnerisch decken die zum Ende des aktuellen Wirtschaftsjahres erwarteten Weizenbestände den Bedarf von nur etwa einem Quartal (94 Tage).


Futtergetreidebestände schrumpfen weiter
Auch am Weltmarkt für Futter- und Grobgetreide ist 2012/13 mit einem spürbaren Bestandsabbau zu rechnen. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) steht der Erzeugung von 1.111 Millionen Tonnen Futtergetreide voraussichtlich ein Verbrauch von 1.130 Millionen Tonnen gegenüber. Gegen Ende des Wirtschaftsjahres 2012/13 werden Futtergetreidebestände von weltweit 147 Millionen Tonnen erwartet. Das sind 19 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr.


Globale Getreidepreise weiter auf hohem Niveau
Der globale Getreidepreisindex der FAO setzte in 2012 seinen Höhenflug fort. Er ist seit Mitte 2012 auf ein Niveau angestiegen, das deutlich über dem Vorjahr und nur noch wenig unter den Rekordständen aus 2008 liegt. Angesichts der knappen globalen Versorgungssituation rechnen FAO und OECD weiter mit einem relativ hohen Preisniveau, das aber als anfällig für Preisvolatilitäten gilt. Gebildet wird der FAO-Getreidepreisindex auf Basis der Exportpreise für Weizen, Mais und Reis an den wichtigsten globalen Handelsplätzen.


Mittelfristig weiterhin relativ hohe Getreidepreise
Nach der Preishausse in den Jahren 2007/2008, den darauf folgenden Preiseinbrüchen und den dann sich seit Mitte 2010 wieder festigenden Getreidepreisen erwarten FAO und OECD mittelfristig weiterhin ein relativ hohes Preisniveau auf den internationalen Getreidemärkten. Als Gründe werden das weitere Bevölkerungswachstum, begrenzte Anbauflächen und verringerte Produktivitätsfortschritte angegeben. Allerdings werden sich die Getreideproduzenten auf eine periodisch wiederkehrende Übersättigung der Märkte und stärker schwankende Preise einstellen müssen.


Ernte 2012 mit relativ hohen Erzeugerpreisen
Die Erzeugerpreise für Getreide in Deutschland sind seit Mitte Juli deutlich angezogen und haben ein Niveau erreicht und gehalten, das deutlich über dem Vorjahresstand liegt. Für die Preisbildung waren die internationalen Märkte von erheblicher Bedeutung. Nur mäßige Ernten in vielen Regionen Deutschlands trugen ebenfalls zu den höheren Preisen bei.


Auswirkungen höherer Erzeugerpreise auf die Verbraucherpreise
Während die Entwicklung der Erzeugerpreise für Brotweizen zum Beispiel im Zeitverlauf durch ein starkes Auf und Ab gekennzeichnet ist, sind die Verbraucherpreise für Brot und Kleingebäck relativ stabil geblieben. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der Rohstoffanteil an den Verbraucherpreisen für Brot und Backwaren nur bei etwa drei bis fünf Prozent liegt. Die aktuelle weltweite Verteuerung der Agrarrohstoffe hat sich damit für die Verbraucher in Deutschland kaum bemerkbar gemacht.


Weiter feste Preise erwartet
Auch 2012/13 wird die Entwicklung am Weltmarkt für die hiesigen Märkte tonangebend sein. Marktexperten gehen weiterhin von einer festen Tendenz bei den Preisen für Brot- und Futtergetreide aus. Für diese Annahme sprechen die positiven Vorgaben von den Terminmärkten. Offen ist, inwieweit im Frühjahr 2013 Anbau- und Ernteprognosen für 2013/14 Marktwirkung entfalten und sich damit die Richtung der Preise ändert.


Rapsernte 2012 fiel unterdurchschnittlich aus
Nach vorläufigen Ergebnissen wurden 2012 in Deutschland 4,8 Millionen Tonnen Winterraps geerntet. Das ist zwar ein Viertel mehr als im Vorjahr,  das langjährige Mittel von 5,3 Millionen Tonnen aber wird erneut verfehlt. Dabei legten die Erträge kräftig zu. Mit 36,9 Dezitonnen pro Hektar wurde der langjährige Durchschnitt erreicht. Die Anbaufläche schrumpfte aber aufgrund von Auswinterungsverlusten und ungünstigen Aussaatbedingungen im Herbst 2011.


Niedrigere Ölsaatenernte in der EU
In der EU-27 hat die Ölsaatenerzeugung in 2012 ertragsbedingt mit einem niedrigeren Ergebnis abgeschlossen. Mit einer Erntemenge von 26,6 Millionen Tonnen wurde das Vorjahresergebnis um 2,4 Millionen Tonnen oder gut 8 Prozent unterschritten. Mit 18,6 Millionen Tonnen (gegenüber Vorjahr - 3 Prozent) dominiert in der EU-Ölsaatenerzeugung der Raps, gefolgt von Sonnenblumen mit 7,0 Millionen Tonnen (- 20 Prozent) und Sojabohnen mit 1,0 Millionen Tonnen (- 10 Prozent).


EU-Ölsaatenmarkt stagniert
Nach kräftigem Wachstum in den vergangenen Jahren stagniert der Ölsaatenmarkt in der Europäischen Union. Das betrifft Produktion und Verbrauch gleichermaßen. Verantwortlich für den raschen Anstieg in den vergangenen Jahren war die Nachfrage aus dem technischen Bereich. Das ist in erster Linie die Verwendung von Biodiesel zur Beimischung in Dieselkraftstoff. Die Nachfrage nach Rapsöl zur Biodieselherstellung ist aufgrund steigender Konkurrenz an Biodiesel aus Übersee sowie des Einsatzes anderer Pflanzenöle rückläufig.


Globale Ölsaatenerzeugung nimmt deutlich zu
Weltweit wird die Ölsaatenproduktion für das Wirtschaftsjahr 2012/13 auf 461,1 Millionen geschätzt. Das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die mit Abstand wichtigste Ölsaat ist mit 267,6 Millionen Tonnen die Sojabohne, gefolgt von Raps mit 59,3 Millionen Tonnen und der Baumwollsaat mit 44,0 Millionen Tonnen.


USA, Brasilien und Argentinien dominieren den Sojaanbau
Sojabohnen werden hauptsächlich in Form von Schrot zu Tierfutter verarbeitet. Der Vorteil ist der hohe Eiweißgehalt, der mit 40 Prozent mehr als doppelt so hoch ist wie beim Raps. Zudem enthalten Sojabohnen rund 20 Prozent Öl. Hauptanbauländer sind die USA, Brasilien und Argentinien. Nach einer kräftigen Anbauausweitung werden 2012/13 in Brasilien mit 81 Millionen Tonnen genauso viele Sojabohnen erzeugt wie in den USA, die in 2012 besonders unter den Auswirkungen einer  Trockenheit gelitten haben. Der weltweit drittgrößte Sojabohnenerzeuger Argentinien schätzt seine aktuelle Ernte auf 55 Millionen Tonnen. Zusammen erzeugen diese drei Länder 81 Prozent der globalen Sojabohnenproduktion. Ein gutes Drittel (37 Prozent) aller Sojabohnen wird am Weltmarkt gehandelt. China ist der größte Importeur mit 63 Millionen Tonnen. Das sind 66 Prozent der gesamten Handelsmenge. Es folgt die EU 27 mit rund 11 Millionen Tonnen.


Palm- und Sojaöl beherrschen den Pflanzenölmarkt
Der weltweite Pflanzenölmarkt wird vom Palmöl dominiert. Für das Wirtschaftsjahr 2012/13 wird eine Produktion von 53,3 Millionen Tonnen erwartet. Das sind 34 Prozent der globalen Pflanzenölerzeugung. Die größten Palmölproduzenten der Welt sind Indonesien und Malaysia mit 87 Prozent Markanteil. Sojaöl nimmt mit einer für 2012/13 geschätzten Weltproduktion von 43,1 Millionen Tonnen und einem Anteil von 28 Prozent an der Gesamtproduktion die zweite Stelle bei den pflanzlichen Ölen ein. Es folgen Raps- und Sonnenblumenöl mit 23,5 und 13,3 Millionen Tonnen.


Globale Nachfrage nach pflanzlichen Ölen wächst rasant
Die Erzeugung der weltweit neun wichtigsten pflanzlichen Öle (Öle aus Sojabohnen, Raps, Sonnenblumen, Baumwoll- und Erdnusssaat sowie Palm- und Palmkernöl, Kokosöl und Olivenöl) dürfte im Wirtschaftsjahr 2012/13 auf 155,8 Millionen Tonnen ansteigen. Dies sind gut 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nahezu unabhängig von der Preisentwicklung steigt die Nachfrage nach Pflanzenölen jedes Jahr deutlich an. Der Grund dafür ist der hohe Anteil der Verwendung im Nahrungsmittelbereich. Nur etwa 20 Prozent gehen in die oleo-chemische Industrie oder werden zur Herstellung von Biodiesel verwandt.


Auch künftig Nachfragesteigerungen erwartet
Die FAO erwartet eine weiterhin kräftige Nachfragesteigerung nach Pflanzenölen für den menschlichen Verzehr sowie nach Ölschroten zur Verfütterung. Hinzu kommt eine höhere Produktion von Biokraftstoffen.


Weiterhin global rege Nachfrage
Im Zeitraum Januar bis Oktober 2012 lagen die Weltmarktpreise für Öle und Fette um 10 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, mit größeren zwischenzeitlichen Schwankungen. Die FAO geht in ihrer Analyse von November 2012 davon aus, dass sich an den Fundamentaldaten einer eher knappen Versorgungslage trotz günstiger Ernteaussichten bei Sojabohnen in Südamerika erst einmal nichts ändern wird. Die FAO begründet dies vor allem mit den weltweit niedrigen Lagerbeständen.


Rapspreise in Deutschland relativ hoch
Bei allen Schwankungen hielten sich die Rapspreise 2012 auf relativ hohem Niveau. Ein knappes Angebot an Raps aus der Ernte 2012, aber vor allem die pessimistischen Erntemeldungen aus den USA ließen den Preisen keinen Spielraum nach unten. Die weitere Entwicklung der Rapspreise hängt von der globalen Marktentwicklung und vor allem den zu erwartenden Erntemengen auf der Südhalbkugel zu Jahresanfang 2013 ab.


Deutsche Zuckererzeugung 2012 bei 4,5 Millionen Tonnen
Die Zuckererzeugung aus Rüben fällt in 2012/13 nach vorläufigen Ergebnissen mit 4,5 Millionen Tonnen um 3 Prozent niedriger aus als die Rekordernte in der Kampagne 2011/12. Ursache für das geringere Kampagne-Ergebnis sind eine leicht verringerte Anbaufläche (- 1 Prozent) und geringere Hektarerträge (- 6 Prozent). Dem stehen höhere Zuckergehalte der Rüben gegenüber (+ 2 Prozent).


EU-Zuckererzeugung bei nur 17,6 Millionen Tonnen
Nach 18,6 Millionen Tonnen Zucker in 2011/12 wird für das Wirtschaftsjahr 2012/13 in der EU eine Erzeugung von rund 17,6 Millionen Tonnen Zucker geschätzt (- 5 Prozent). Seit der letzten EU-Zuckerreform stehen 13,3 Millionen Tonnen an Quote zur Verfügung. Die Differenz wird von der Zuckerindustrie über Exporte, die Bioenergieverwertung oder die chemische Industrie vermarktet. Es kann aber auch Quote in das nächste Wirtschaftsjahr übertragen werden.


Weltweiter Produktionsanstieg bei Zucker
Die Weltzuckererzeugung wird für das Wirtschaftsjahr 2012/13 auf 177,3 Millionen Tonnen Zucker geschätzt. Das sind gegenüber der vorangegangenen Saison gut 2 Prozent mehr. Mit dem Wirtschaftsjahr 2012/13 steigt die Erzeugung im dritten Jahr hintereinander stärker als die Nachfrage. Vorräte, die mehrere Jahre in Folge abgebaut wurden, wachsen wieder. Sie bleiben aber niedriger als früher, so dass jegliches Marktgleichgewicht sehr fragil ist und bei ersten Hinweisen auf Nachfragesteigerungen oder Produktionsbegrenzungen schnell die Preise wieder steigen können. Die FAO geht davon aus, dass die Importeure die gute Ernte 2012/13 nutzen werden, um ihre Lager wieder aufzufüllen und damit besser gegen Volatilitäten gewappnet zu sein. Vor diesem Hintergrund rechnet die FAO weiterhin mit relativ hohen internationalen Zuckerpreisen. Der Anteil des Rübenzuckers an der weltweiten Zuckererzeugung beträgt rund 22 Prozent.


Deutsche Kartoffelernte 2012 deutlich niedriger
Nach dem vorläufigen Ergebnis der amtlichen Statistik liegt die deutsche Kartoffelernte des Jahres 2012 bei 10,6 Millionen Tonnen. Gegenüber der Vorjahresernte kommen 11 Prozent weniger Kartoffeln zusammen. Gegenüber dem langjährigen Mittel sind es 5 Prozent weniger. Mit 238.000 Hektar hat sich die Anbaufläche weiter reduziert (gegenüber Vorjahr - 8 Prozent) und erreicht damit einen neuen Minusrekord. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bewegten sich seit Mitte 2012 deutlich über der niedrigen Vorjahreslinie.


Kartoffelernte der EU-27 so klein wie noch nie
In der EU-27 wurden 2012 geschätzte 55,7 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Das waren 7,5 Millionen Tonnen oder 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Kartoffelernte der EU-27 ist damit so klein wie noch nie. Grund dafür sind niedrigere Hektarerträge (- 5 Prozent) und vor allem eine niedrigere EU-Anbaufläche (- 7 Prozent).


Unterdurchschnittliche Obsternten
Bei Obst stellt fast jedes Produkt einen eigenen Markt dar. Ungünstige Witterungsverhältnisse in der ersten Jahreshälfte waren ausschlaggebend, dass die Ernten für die einzelnen Obstarten in 2012 mehr oder minder deutlich geringer ausfielen als im Vorjahr. Die deutsche Apfelernte wird auf 933.000 Tonnen geschätzt (- 2 Prozent). Damit liegt die Ernte abermals unter der Marke von 1 Million Tonnen, die als Vollernte angesehen wird. Die Birnenernte liegt nach vorläufigen Ergebnissen bei 31.000 Tonnen (- 33 Prozent), die Erdbeerernte bei 139.000 Tonnen (- 5 Prozent), die Kirschernte bei 45.000 Tonnen (- 23 Prozent) und  die Ernte von Pflaumen/Mirabellen bei 36.000 Tonnen (- 43 Prozent).


Ungünstige Witterungsverhältnisse minderten die Erträge
Ungünstige Witterungsverhältnisse während der Blüte minderten auch die Obsternten in der Europäischen Union. Bei Äpfeln zum Beispiel wird mit 9,74 Millionen Tonnen eine der schwächsten EU-Ernten der letzten Jahre registriert. Besonders starke Einbußen werden aus dem gesamten Benelux-Raum, Frankreich, Spanien und Österreich gemeldet. Polen, der größte Apfelproduzent in Europa, kann zwar auf die zweitgrößte Ernte der letzten Jahre verweisen, klagt aber über umfangreiche Hagelschäden.


Anbau von Freilandgemüse leicht zugenommen
Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungserhebung des Statistischen Bundesamtes beläuft sich die Anbaufläche für Gemüse und Erdbeeren in Deutschland in 2012 auf 123.500 Hektar. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 0,5 Prozent. Von der Gesamtfläche entfallen rund 37 Prozent auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die bezüglich der Fläche von Gemüse und Erdbeeren an der Spitze stehen.


Gemüseernte 2012 fällt gegenüber Vorjahr geringer aus
Die Gemüseernte liegt nach Schätzungen der AMI 2012 bei 3,45 Millionen Tonnen. Gegenüber der guten Vorjahresernte sind das 4 Prozent weniger. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung je nach Produkt und Region unterschiedlich ausfiel, ganz besonders wenn dabei widrige Witterungsverhältnisse eine Rolle spielten.


Gemüseaußenhandel stagniert
Der Trend steigender Gemüseeinfuhren hat sich 2011 nicht weiter fortgesetzt. Mit 3,1 Millionen Tonnen wurden knapp 2 Prozent weniger Frischgemüse eingeführt als im Vorjahr. Angesichts der EHEC-Krise war sogar ein stärkerer Rückgang erwartet worden. Tomaten, Gurken und Paprika sind die wichtigsten Importprodukte im deutschen Frischgemüsesortiment. Der deutsche Frischgemüseexport erreichte 2011 mit 423.000 Tonnen nur ein Siebtel der Frischgemüseimporte.


Traubenernte 2012 mit guten Qualitäten
Die deutsche Weinmosternte 2012 wird auf rund 9,0 Millionen Hektoliter geschätzt. Das sind 3 Prozent weniger gegenüber der vorjährigen, im mehrjährigen Durchschnitt liegenden Ernte. Vor allem auf Grund des warmen Spätsommers wird die 2012er Ernte als qualitativ sehr guter Jahrgang beschrieben. In vielen Teilen Europas mussten die Winzer auf Grund ungünstiger Witterungsbedingungen erhebliche Produktionseinbußen hinnehmen. Mit 144,4 Millionen Hektolitern wird in der EU 2012 die geringste Weinmosternte seit mehr als 25 Jahren erzielt. Gegenüber 2011 macht das Minus 10 Prozent aus.
 
 
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