Pressemeldungen  | 07.06.2019

Ackerbautagung in Berlin

Ackerbau in Zeiten von Veränderung

Anlässlich der 7. Ackerbautagung des Deutschen Bauernverbandes in Berlin diskutieren Experten, Politik und Landwirte über zukünftige Perspektiven des Ackerbaus in Deutschland. Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Wolfgang Vogel, betonte vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Diskussion um Biodiversität, dass immer auch die wirtschaftliche Situation der Betriebe berücksichtigt werden müsse: „Bei allem Wunsch der Gesellschaft nach Veränderung, darf die deutsche Landwirtschaft nicht in ihrer Wettbewerbsfähigkeit geschwächt werden - sonst ist der Ackerbau-Standort Deutschland in Gefahr“.

 

Ministerialdirigent Dr. Rainer Gießübel, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, referierte über die Pläne des Ministeriums für eine Ackerbaustrategie und den aktuellen Stand der Diskussion um die Düngeverordnung. Ziel der anstehenden Veränderungen der Verordnung sei es, Biodiversität und Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe in Einklang zu halten.

 

Der Präsident des Julius-Kühn-Instituts, Professor Dr. Frank Ordon, sprach über Resistenzzüchtung als Fundament zukünftiger Pflanzenschutzstrategien und betone dabei die Chancen moderner Pflanzenzüchtung einschließlich neuer Züchtungsmethoden.

 

Weitere Themen waren die möglichen Auswirkungen des Brexits auf die Landwirtschaft, die zukünftige Ausrichtung der GAP, sowie Marktchancen kleiner Kulturen, wie Hafer und Soja.