Pressemeldungen  | 30.11.2018

Bauernverband zur UN-Klimakonferenz COP24

Rukwied: Erwarten weltweite Klimaschutzanstrengungen für die Ernährungssicherung

Die UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz muss aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) das Ziel haben, im Rahmen der Umsetzung des Klimaabkommens von Paris, Standards für einen weltweit verbindlichen, vergleichbaren und konsequenten Klimaschutz zu setzen. „Der diesjährige Dürresommer hat uns in aller Deutlichkeit gezeigt, dass wir Landwirte zu den Hauptbetroffenen des Klimawandels zählen. Deshalb erwarten wir auch, dass die Zusagen des Klimaabkommens von Paris zur Ernährungssicherung eingehalten werden, wonach der Klimawandel selbst, aber auch der Klimaschutz die Nahrungsmittelerzeugung nicht gefährden dürfen“, sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied. „Mit unserer eigenen Klimastrategie 2.0 demonstriert die Landwirtschaft, dass wir Klimaschutz und Klimaanpassung sehr ernst nehmen und selbst Teil der Lösung sind“ betont Rukwied.

 

„Wir werden sowohl als Deutscher Bauernverband als auch in der Delegation des Weltbauernverbandes WFO die Verhandlungen eng verfolgen. Zwei Junglandwirte in dieser Delegation machen die zeitliche Perspektive der Herausforderung Klimawandel deutlich. Die jungen Betriebsleiter und Hofnachfolger werden sich noch stärker mit veränderten klimatischen Bedingungen konfrontiert sehen und stellen heute schon die Weichen in den Betrieben. Die Landwirtschaft hat zudem eine Dreifach-Rolle: Wir müssen die Ernährung sicherstellen und stoßen dabei in natürlichen Prozessen nicht vermeidbare Treibhausgase aus. Wir sind wie kein anderer Wirtschaftsbereich vom Klimawandel betroffen und sind durch Bioenergie und die Kohlenstoffspeicherung in Böden Teil der Lösung beim Klimaschutz“, beschreibt Rukwied die Rolle der Landwirtschaft beim Klimaschutz. „Als Land- und Forstwirte liefern wir die Basis für eine Abkehr von der mineralölbasierten Wirtschaft,“ erklärt der DBV-Präsident.

 

Vom 2. bis 14. Dezember findet im polnischen Kattowitz die 24. UN-Klimakonferenz, COP24, statt, bei der unter anderem ein sogenanntes Regelbuch zur Umsetzung des Klimaabkommens von Paris aus 2015 beschlossen werden soll. Darin soll festgelegt werden, welche Daten die Vertragsstaaten auf internationaler Ebene für Vergleichbarkeit beim Klimaschutz bereitstellen müssen oder auch welche Regeln für Länder mit fehlenden personellen und technischen Kapazitäten gelten sollen. Mit dem „Gemeinsamen Koronivia Arbeitsprogramm zu Landwirtschaft“ werden beginnend mit der COP24 in Kattowitz bis zur übernächsten UN-Klimakonferenz 2020, COP26, in Workshops Fragen zu Landwirtschaft und Klima erörtert.