Pressemeldungen  | 28.11.2018

Biokraftstoffe sind Schlüssel zur Energiewende im Verkehrssektor

Bauernverband zur Klimakonferenz COP24 in Kattowitz

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP24 in Kattowitz verweist der Deutsche Bauernverband (DBV) auf die positive Klimabilanz von Biokraftstoffen. „Biokraftstoffe im Tank sind der Schlüssel zur Energiewende im Verkehrssektor. Damit trägt die Landwirtschaft schon jetzt zum Erreichen der Klimaziele bei“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken. Biokraftstoffe produzieren laut aktuellem Evaluations- und Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Schnitt 81 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als fossile Kraftstoffe. „Im Verkehrssektor wurden 2017 knapp 4 Prozent mehr Treibhausgase ausgestoßen als 1990. Ohne die von der Landwirtschaft produzierten Kraftstoffe wären es aber noch deutlich mehr" betont Krüsken. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum durch nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe bereits fast 8 Mio. Tonnen CO2 eingespart. „Dieser Beitrag muss erhalten und ausgebaut werden, auch über 2030 hinaus. Die Verkehrskommission der Bundesregierung muss dies in ihren Überlegungen berücksichtigen. Allein bis 2030 müssen laut Klimaschutzplan der Bundesregierung die Emissionen im Verkehr um 40 bis 42 Prozent sinken. Ohne Biokraftstoffe ist dies in der verbleibenden Zeit nicht zu erreichen, besonders auch im Schwerlastverkehr“, so Krüsken. „Bei unseren ambitionierten Klimazielen können wir es uns nicht leisten, diesen realen Klimaschutzbeitrag leichtfertig aufzugeben, schon gar nicht zugunsten von rein bilanziellen Rechentricks für die Mehrfachanrechnung von Strom im Verkehr", kritisiert der DBV-Generalsekretär.