Pressemeldungen  | 01.03.2018

Datenhoheit der Landwirte sicherstellen

DBV und sechs weitere Verbände einigen sich auf eine Branchenempfehlung

Digitalisierung, Datenintegration und Big Data eröffnen auch für die Landwirtschaft neue Chancen und Möglichkeiten, werfen aber gleichzeitig einige grundsätzliche Fragen auf. Angesichts der wachsenden Verbreitung dieser Technologien mehren sich bei Land- und Forstwirten die Sorgen über Datensicherheit und zur Hoheit über die eigenen Daten. Um diesen Sorgen angemessen Rechnung zu tragen, haben sich die Verbände der Hersteller, Händler und Anwender von Landtechnik, initiiert vom Deutschen Bauernverband (DBV) auf eine gemeinsame Branchenempfehlung zur „Datenhoheit des Landwirts“ verständigt. Sie soll dem Landwirt im Umgang mit seinen Wirtschaftspartnern die Rechte an seinen Daten sichern und Transparenz über erfasste Daten, ihre Verarbeitung und Nutzung gewährleisten. Grundlage ist die gemeinsame Position, dass die auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen und Betrieben gewonnenen Daten grundsätzlich den Bewirtschaftern der Höfe gehören. Die unterzeichnenden Verbände wollen mit dieser Branchenempfehlung das Vertrauen in datenträchtige Geschäftsabschlüsse unter Landwirten und ihren Wirtschaftspartnern fördern. „Zu einem guten Geschäft gehört immer auch Vertrauen auf der Basis klarer Absprachen. Das ist gerade für den Umgang und die Nutzung von Daten besonders wichtig, so DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.

 

Die unterzeichnenden Verbände sind neben dem Deutschen Bauernverband der Bundesverband der Maschinenringe (BMR), der Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), der Deutscher Raiffeisenverband (DRV), der LandBauTechnik-Bundesverband sowie der VDMA. Alle Verbände verpflichten sich, die Anwendung der Branchenempfehlung gegenüber ihren Mitgliedern zu unterstützen.