Pressemeldungen  | 15.11.2018

DBV/DVS-Forum Klimaanpassung und Klimaschutz

Krüsken: Anpassung an Klimawandel dient der Existenzsicherung

„Die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel ist letztlich eine Frage der Versorgungs- und Existenzsicherung. Das gilt sowohl für die landwirtschaftlichen Betriebe selbst als auch für die gesamte Gesellschaft.“ Das betont der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, anlässlich der Eröffnung des Forums „Klimaanpassung und Klimaschutz“, das gemeinsam vom Deutschen Bauernverband und der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) veranstaltetet wird. Im Vorfeld der 24. UN-Klimakonferenz in Kattowitz diskutieren mehr als 100 Teilnehmer aus Ministerien, Verbänden, Wissenschaft und Praxis, wie Klimaanpassung und Klimaschutz in der Pflanzenproduktion erfolgreich sein können. „Nicht nur der Dürresommer, sondern auch die gehäuften Extremwetterereignisse der zurückliegenden Jahre haben die Notwendigkeit einer verstärkten Klimaanpassung eindrücklich gezeigt. Gemeinsam mit Praktikern wollen wir Lösungen für die Anpassung und geeignete Klimaschutzmaßnahmen der Landwirtschaft diskutieren“, so Krüsken.

 

„Landwirte sind Hauptbetroffene des Klimawandels und tragen gleichzeitig die Verantwortung, die Ernährung für die Bevölkerung sicherzustellen. Folgerichtig erkennt das Klimaabkommen von Paris an, dass Klimaschutzmaßnahmen die Ernährungssicherung nicht in Frage stellen können. Umso wichtiger ist es, dass Wege für die Praxis mit intelligenter Bodenbearbeitung, Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutz und auch Bewässerungstechniken erforderlich sind, um die Widerstandskraft der Landwirtschaft gegen die negativen Folgen des Klimawandels zu stärken.“ erklärt Krüsken. Auf dem Forum werden aus Wissenschaft und Unternehmensforschung zu diesen Punkten Vorschläge präsentiert, die jeweils von Landwirten aus der betrieblichen Erfahrung bewertet und kommentiert werden. Der Generalsekretär des DBV betont: „Die Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie die Überprüfung der Praxistauglichkeit sind die fundamentale Voraussetzung dafür, dass neue Erkenntnisse auf dem Feld auch umgesetzt werden.“

 

Der zweite Tag der Veranstaltung widmet sich der Frage, wie Landwirte Lebensmittel möglichst klimaschonend produzieren können. Hierbei stehen Energieeinsparungen, die betriebliche Klimaberatung sowie der Moorschutz im Vordergrund. „Der DBV hat sich Anfang des Jahres mit seiner Klimastrategie 2.0 zu ambitionierten Klimazielen bekannt und praktische sowie pragmatische Maßnahmen für den Klimaschutz vorgeschlagen. Die Tagung dient auch der Umsetzung der Maßnahmen in der DBV-Klimastrategie. Landwirte sind mit klimaeffizienter Lebensmittelerzeugung, der Bereitstellung von Bioenergie und der Speicherung von CO2 in Böden ein Teil der Lösung beim Klimaschutz“, stellt Krüsken klar.