Pressemeldungen  | 19.06.2019

Deutlicher Rückgang beim Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung bestätigt

Der heute vom Bundeskabinett gebilligte Evaluierungsbericht zum Antibiotikaminimierungskonzept der 16. AMG-Novelle bestätigt nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) die schon seit Jahren sichtbare Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung. „Damit wird erneut deutlich, dass die Tierhalter gewissenhaft und verantwortungsbewusst mit Antibiotika umgehen“, so das positive Fazit von DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken, „Die Landwirte haben die Herausforderung der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen angenommen und den Einsatz von Antibiotika deutlich reduziert. Hierzu hat vor allem die Vorreiterrolle des Antibiotikamonitorings im QS-System seinen Beitrag geleistet.“

 

Der Rückgang war mit mehr als 40 Prozent besonders deutlich in der Schweinehaltung. Bei Mastrindern lagen die Kennzahlen und Therapiehäufigkeiten laut Evaluierungsbericht sogar nahe null. Auch der Einsatz von Reserveantibiotika konnte reduziert werden. Bei der Entwicklung der Resistenzsituation sind ebenfalls erste positive Effekte zu erkennen. In den Jahren 2011 bis 2017 wurden insgesamt 57 Prozent weniger Antibiotika von pharmazeutischen Unternehmen an Tierärzte abgegeben. Laut Evaluierungsbericht sank die von Tierärzten an die Landwirtschaft abgegebene Gesamtverbrauchsmenge von 2014 bis 2017 bei allen sechs Nutzungsarten. Hierzu zählen Mastschweine, Aufzuchtschweine, Masthühner, Mastputen, Mastkälber und Mastrinder. Darüber hinaus trat bei allen Nutzungsarten und Betriebsgrößenklassen eine signifikante Reduktion der betrieblichen Therapiehäufigkeiten ein.