Pressemeldungen  | 27.06.2018

Deutscher Bauerntag eröffnet

Bauernpräsident Rukwied: Wir brauchen Stabilität!

 
Anlässlich des Deutschen Bauerntags 2018 in Wiesbaden fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, mehr Stabilität von der Politik - in Europa, aber auch in Deutschland. „Gerade wir Landwirte brauchen Verlässlichkeit in den agrarpolitischen Rahmenbedingungen, damit unsere Betriebe in zunehmend volatileren Märkten wettbewerbsfähig bleiben.“ In seiner Grundsatzrede betont Rukwied die Bedeutung des ländlichen Raumes für die Stabilität Europas: „Ländliche Räume brauchen Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft, aber auch für andere Wirtschaftsbereiche, vom Handwerk über Dienstleistungen bis hin zu Startups. Gerade für junge Menschen ist das wichtig“, so Rukwied
 
Der Bauernverbandspräsident fordert die Bundesregierung auf, ihr Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und sich für ein stabiles Agrarbudget in Brüssel einzusetzen. „Eine Kappung und Degression von Direktzahlungen lehnen wir weiterhin entschieden ab“, sagt der DBV-Präsident. Intensiv müsse noch über die zukünftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) diskutiert werden, auch hinsichtlich der von der EU-Kommission geforderten höheren Umweltauflagen. Der Bauernverband fordert von der Kommission gemeinsame Regeln in einem gemeinsamen Markt, eine deutliche Entbürokratisierung und eine erste Säule mit Direktzahlungen.
 
Zur öffentlichen Diskussion um Tierwohl und Pflanzenschutzmittel weist Rukwied auf die vom DBV initiierten Klima- und Ackerbaustrategien und die Forderung nach einer Haltungs- und Herkunftskennzeichnung für Schweine hin. „Wir waren es, die gemeinsam mit dem Lebensmitteleinzelhandel die Initiative Tierwohl ins Leben gerufen haben. Wir kümmern uns um das Tierwohl“, so der DBV-Präsident. Der Deutsche Bauernverband werde damit den 2015 begonnenen Weg mit dem Leitsatz „Veränderung gestalten“ konsequent fortsetzen.