Pressemeldungen  | 21.03.2019

Deutscher Bauernverband zum Weltwassertag am 22.03.2019

Rukwied: Bauern stehen zu ihrer Verantwortung

„Wir Bauern stehen zu unserer Verantwortung für sauberes Trinkwasser – und das nicht nur am Weltwassertag. Die Landwirtschaft ist beim Schutz der Gewässer auf dem richtigen Weg, wenn auch noch nicht überall am Ziel“, erklärte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, anlässlich des Internationalen Tags des Wassers, der 2019 unter dem Motto „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitätsversorgung für Alle“ steht. „Die Bereitschaft der Landwirte zum Gewässerschutz, die erzielten Fortschritte und die erfolgreichen Kooperationen zwischen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft dürfen aber nicht durch die politische Auseinandersetzung zwischen Brüssel und Berlin über die Details der Düngeverordnung gefährdet werden“, betonte der DBV-Präsident.
 
Das Grundwasser in Deutschland ist laut Nitratbericht der Bundesregierung von 2016 in einem überwiegend guten Zustand. 82 Prozent der Messstellen halten den strengen Grenzwert von 50 mg Nitrat / l ein. Zusätzlich ist im Teilmessnetz für die Landwirtschaft an 72 Prozent der Messstellen ein positiver oder stabiler Trend der Nitratkonzentrationen zu verzeichnen und nur an knapp 28 Prozent nehmen die Konzentrationen zu.
 
Die 2017 in Kraft getretene Düngeverordnung hat schon jetzt spürbare Auswirkungen auf die Landwirtschaft: Im Wirtschaftsjahr 2017/2018 ging der Absatz von Mineraldüngern gegenüber 2016/2017 um 10 Prozent zurück und von 2016 auf 2017 sank der Einsatz von Klärschlamm in der Landwirtschaft um mehr als ein Viertel (-27 %). In 2018 nahmen gegenüber 2017 zusätzlich die Rinderbestände um 3 Prozent sowie die Schweinebestände um 4 Prozent ab.