Pressemeldungen  | 23.04.2019

Palmölimporte aus Ländern mit Brandrodung unterbinden

DBV-Generalsekretär Krüsken für striktere Einfuhrüberwachung bei Biokraftstoffen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert, den Vorschlag der EU-Kommission zur Überwachung der Einfuhr von Biokraftstoffen strikter zu fassen. „Die geplante Freistellung von Palmöl-Plantagen unter zwei Hektar stellt nicht sicher, dass die Praxis illegaler Landnutzungsänderungen durch Brandrodungen in asiatischen Ländern wirksam unterbunden wird. Namentlich Indonesien und Malaysia verfolgen eine expansive Politik für den Palmölsektor. Notwendig ist zumindest eine effektive Überwachung der Entwaldung in den Risikogebieten und eine stringente Schutzklausel für den Fall, dass die jetzigen Landnutzungsänderungen weitergehen“, sagt DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.

 

Der Deutsche Bauernverband hat die Bundesregierung und deutsche Europaabgeordnete gebeten, den entsprechenden Delegierten Rechtsakt für die Bestimmung von Flächen mit hohem und niedrigem Risiko einer indirekten Landnutzungsänderung zurückzuweisen bzw. bei der EU-Kommission auf eine striktere Regelung hinzuwirken. Krüsken: „Die direkte und indirekte Landnutzungsänderung, die durch den Rohstoff Palmöl verursacht wurde, ist offensichtlich. Grundsätzlich ist der Vorschlag der Kommission daher richtig angelegt, dieser muss aber schärfer gefasst werden.“