Kühe rülpsen Methan - gleichzeitig sind sie aber auch Klimaschützer

Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft

Anders als bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entstehen landwirtschaftliche Treibhausgase überwiegend durch natürliche Prozesse. Rinder, Schafe und andere Wiederkäuer rülpsen Methan, stickstoffhaltige Dünger setzen Lachgas frei.

Die Landwirtschaft wirtschaftet heute jedoch weitaus effizienter und belastet das Klima dabei deutlich weniger als noch 1990. Auch im internationalen Vergleich ist die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland klimaschonend. Die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch erzeugt in Deutschland weniger Treibhausgas-Emissionen als in anderen Agrarländern. Bei der Produktion von einem Liter Milch werden durch die Entstehung von Methan ca. 1,1 kg CO2-Äquivalente freigesetzt. Das liegt deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt von 2,4 kg. Dabei kommt es auch auf die Fütterung an. Gras gibt es beispielsweise in vielen Formen: frisch, als Heu und als Silage. Entscheidend ist die Energie am Ende: Je mehr Enregie im Futter, desto klimaschonender. 

Die Landwirtschaft kann auch aktiv zum Klimaschutz beitragen: Beispiel Biogasanlagen. Sie liefert grünen Strom durch Biogasanlagen, die aus Biomasse wie bspw. Gülle oder Mist Strom produzieren.

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