Pressemeldungen  | 17.10.2012

„Der Staat sollte sich aus dem Milchmarkt heraushalten“

Arla zum Gespräch beim Deutschen Bauernverband

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat seine Sommer- und Herbstgespräche mit den auf dem deutschen und europäischen Markt tätigen Molkereien fortgesetzt. DBV-Vizepräsident Udo Folgart hatte dazu den leitenden Geschäftsführer der Arla Foods Deutschland GmbH, Tim Ørting Jørgensen, nach Berlin in das Haus der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft eingeladen.
 
Folgart und Jørgensen waren sich darin einig, dass eine wettbewerbsorientierte Milchproduktion auf den landwirtschaftlichen Betrieben und eine gute Positionierung der Molkereiwirtschaft auf den deutschen, europäischen und weltweiten Märkten einen nachhaltigen Milchpreis sichern müssen. Staatlich vorgeschriebene oder allgemeinverbindliche Markteingriffe seien dagegen ein „Instrument aus der Mottenkiste“ und für die deutsche Milchwirtschaft eher schädlich.
 
Die genossenschaftliche Molkerei Arla ist durch die Fusionen mit der britischen Milk Link und der deutschen MUH eine mittlerweile europäisch aufgestellte Molkerei und hat Mitglieder in den sechs Ländern Schweden, Dänemark, Deutschland, Belgien, Luxemburg und Großbritannien, erklärte Jørgensen. Die Milchprodukte von Arla würden weltweit vertrieben.
 
Folgart begrüßte die Aussage von Arla, den Milchauszahlungspreis im November und Dezember weiter anzuheben. „Die Verwertungserlöse aus der Milch steigen. Bei den gerade laufenden Frischmilchverhandlungen können die Molkereien nun zeigen, ob die in den letzten zwölf Monaten stattgefundene Strukturentwicklung auf dem deutschen Molkereisektor erste Früchte trägt“, erklärte Folgart dem Deutschland-Chef von Arla und forderte eine harte Verhandlungsführung gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel ein.