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19.03.2009
Born: Nicht immer national draufsatteln
„Wir Bauern spüren den Druck bei den Erzeugerpreisen. Unsere Märkte bewegen sich auch unabhängig von der Finanzkrise und das beweist, dass sie funktionieren. Dennoch ist die Lage alles andere als gut.“ Dies sagte Dr. Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), anlässlich der Jahreshauptversammlung der Rheinischen Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel am 12. März 2009 in Uedem-Keppeln. Die Schweinemäster und besonders die Ferkelerzeuger seien in den letzten zwei Jahren heftig gebeutelt worden. Das Anziehen der Ferkelpreise deute jedoch auf ein Ende der Talsohle auf dem Schweinemarkt hin, zeigte sich Born optimistisch. Die wirtschaftliche Lage gestalte sich aber dennoch derzeit weiterhin schwierig. Deshalb sei es jetzt so wichtig, dass die Politik auch der Landwirtschaft wieder Mut mache, betonte Born.
Die gesamte Land-, Forst-, Agrar- und Ernährungsbranche sei eine Branche, „die in den letzten Jahren gezeigt hat, dass sie wieder gebraucht wird“, hob Born hervor. Sie habe sich in einem offenen EU-Binnenmarkt wacker geschlagen und seit 1992 drei große Agrarreformen überstanden. Um weiterhin so stark agieren zu können, sei aber eine gute Begleitung durch die Politik unbedingt erforderlich. „Man soll uns machen lassen und nicht ständig hindern“, forderte der DBV-Generalsekretär. Als Beispiel nannte er die Genehmigungsverfahren für Stallanlagen, die immer schwieriger würden.
„Wir leben auf einem EU-Binnenmarkt, ohne Zölle und Außenschutz mit gleichen marktpolitischen Rahmenbedingungen. Deshalb darf es keine nationalen Sonderregelungen mehr geben“, forderte Born weiter. Es sei ein Unding, dass Deutschland immer noch so häufig eins drauf setze. Als Beispiel nannte er das Verfütterungsverbot tierischer Fette, das in Deutschland seit 2001 gilt und sonst nirgendwo in der EU. Born wies darauf hin, dass seit mehr als einem Jahr ein Vorschlag der Bundesländer im Bundestag liege, das Verfütterungsverbot tierischer Fette zu lockern. Der DBV werde jetzt alles daran setzen, noch in dieser Legislaturperiode eine Lösung zu erreichen.
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