Ernte 2010
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21.07.2009

 

dbk 07/09 

Thema des Monats:
Deutscher Bauerntag in Stuttgart 2009
weitere Themen:
Stuttgart hat gutgetan!
Foderungskatalog zur Bundestagswahl
Die Ernte im Fokus
Bauernvertreter im EU-Parlament
 
 
Sonnleitner: Wir ackern für Deutschland!
DBV-Präsident zog positives Resümee zum Bauerntag 2009
 
Der Deutsche Bauerntag 2009 in Stuttgart sei ein starker Bauerntag gewesen, resü­mierte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in der Deutschen Bauern Korrespondenz dbk, der Mitgliedszeitschrift des DBV. Es konnte ein­drucksvoll unter Beweis gestellt werden, „dass wir – gerade in schwierigen und aufgeregten Zeiten – eine Kraft sind, dass wir zusammenstehen, nach vorne schauen, gemeinsam an­packen!“ Auch habe das Motto „Wir ackern für Deutschland!“ die richtige Sprache gespro­chen. Es sei eine klare und selbstbewusste Botschaft gewesen und habe deutlich gemacht, „dass wir für alle Bauern da sind“.
 
Sonnleitner zeigte sich beeindruckt, wie die Delegierten dem Forderungskatalog zur Bundes­tagswahl in einer lebendigen Diskussion weiter Farbe und Deutlichkeit gegeben haben. Diese „Stuttgarter Erklärung“ sei ein hervorragender Leitfaden für die Arbeit der Bauern in der neuen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages. So gehe es um grundlegende „hori­zontale“ Anliegen wie den Schutz des Eigentums, die Wertigkeit der Lebensmittel, die Ab­satzförderung oder um die näher rückenden Weichenstellungen für die Gemeinsame Agrar­politik nach 2015. Nach Aussage Sonnleitners ist der Forderungskatalog aber auch Weg­weiser für ein 100-Tage-Programm der künftigen Bundesregierung und er geht ebenso im Detail hinein in alle Marktbereiche wie auch in die Umweltpolitik, Steuer- und Rechtspolitik und in die Bildungsarbeit.
 
In der dbk erinnerte Sonnleitner erneut daran, dass sich die Politik zunächst geweigert habe, angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise der Landwirtschaft gesonderte Hilfen anzubieten. „Was wir zwischenzeitlich, kräftig unterstützt durch eine hohe Mobilisierung von vielen tausend Bauernfamilien, durchgesetzt haben, ist wahrlich kein „Fliegenschiss“, wie ein Dauerkritiker behaupten wollte“, erklärte der DBV-Präsident. Für viele Betriebe seien diese Hilfen – die Liquiditätshilfeprogramme und das Vorziehen der EU-Direktzahlungen – eine Brücke zur Existenzsicherung. Außerdem seien für alle auch wichtige Verbesserungen der Rahmenbedingungen – beim Agrardiesel, im Umweltrecht, bei der Erbschaftsteuer – erreicht worden.
 
Ausgewählte Artikel zum Download:
Von ausgewählten Artikeln der dbk-Juli-Ausgabe erhalten Sie hier eine Leseprobe:
 
Regierungs- und Parteispitzen vor den Bauern
Noch kein Deutscher Bauerntag hat so viel bundespolitische Prominenz gesehen wie der
Bauerntag 2009 in Stuttgart! Dass dies so war, dürfte wohl nicht zuletzt dem besonderen
Wahljahr – und den Bundestagswahlen vor der Tür – geschuldet sein, aber auch der
schweren Finanz- und Wirtschaftskrise, die voll bei den Bauern angekommen ist, auf eine
angemessene Reaktion der Politik warten. Präsident Gerd Sonnleitner sprach denn auch
die jeweiligen Spitzenpolitiker – Bundeskanzlerin, Ministerpräsident, Parteivorsitzende,
Bundesministerin – jeweils direkt auf die Erwartungen des Bauernverbandes an.
 
"Der Staat ist kein besserer Unternehmer"
Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat Banken und deutsche Unternehmen mit
voller Wucht getroffen. Bislang mächtige Banken und Konzerne bitten den Staat um
Finanzhilfe – ein Novum in der Geschichte. Auch in der Landwirtschaft ist die Finanz- und
Wirtschaftskrise längst angekommen. Dadurch verlieren die deutschen Bauern pro Monat
800 Millionen Euro am Markt. Weniger betroffen indes scheint der Verbraucher. Noch
jüngst titelte eine große Tageszeitung mit der Schlagzeile „Die Deutschen trotzen der
Krise“. Dennoch verbreitet sich die Sorge, dass die Arbeitslosigkeit den Konsum dämpfen
könnte. Die Deutsche Bauern Korrespondenz sprach mit dem Hauptgeschäftsführer der
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dr. Reinhard Göhner, über die
Krise, die Rolle der (Land-)Wirtschaft und des Staates sowie über die anstehende Bundestagswahl und seine Erwartungen an die neue Bundesregierung.
 
Die Ernte rückt in den Fokus
„In Zeiten volatiler und undurchsichtiger Märkte ist der deutsche Getreidebauer in Zukunft
erheblich gefordert, um bestehen zu können“, weiß der Präsident des Thüringer Bauernverbandes und Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Getreide, Dr. Klaus Kliem. „Die Wahl der richtigen Vermarktungsstrategie wird immens wichtig werden. Sie kann den
Unterschied zwischen prosperierendem Betrieb und Betriebsgefährdung ausmachen“,
hob Dr. Kliem im Rahmen des ersten DBV-Vorerntegesprächs am 22. Juni 2009 in Berlin
hervor. Vorerntegespräche fanden bereits in den vergangenen Jahren auf Initiative der
ZMP statt. Diese sind heute umso wichtiger,da die Landwirte stärker denn je als Unter -
nehmer gefragt sind. Doch wie soll man sich jetzt verhalten? Wie ist die Preisentwicklung
einzuschätzen, wenn sich selbst Experten uneinig sind? Das diesjährige DBV-Vorernte -
gespräch bot deshalb mit über 40 Teilnehmern ein geeignetes Forum, um sich mit Erzeugern,
Berufskollegen und Marktpartnern auszutauschen.
 
 
Interessenten können die dbk direkt beim Deutschen Bauernverband bestellen:
Die Zeitschrift erscheint monatlich und kann gegen eine Gebühr von 31,50 Euro inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer abonniert werden über g.reuser@bauernverband.net oder per Fax. 030-31904-431
 
  
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"1000 Äcker für die Feldlerche"