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14.10.2009
dbk 10/09
Thema des Monats:
In der Veredlung gut aufgestellt
weitere Themen:
DBV-Präsident Möllers im Interview
Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung
Positiver Trend am Milchmarkt
DBV-Veredlungstag in Münster
„In der Veredlung gut aufgestellt“
DBV-Vizepräsident im Interview mit
der dbk
„Wir stehen im Vergleich zu
unseren wichtigsten Konkurrenten innerhalb der EU, also Spanien, den
Niederlanden und Dänemark, gut da, auch gegenüber Nordamerika und Brasilien.
Wir haben Marktanteile hinzugewonnen und nicht nur den regionalen Markt
bedient, sondern vor allem auf den europäischen und internationalen Märkten
spürbar hinzugewonnen“. Dies betonte Franz-Josef Möllers, der Vorsitzende des
Fachausschuss für Veredlung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in der
Deutschen Bauern Korrespondenz dbk. In Zukunft gelte es, „unsere Position zu
verteidigen oder sogar auszubauen“. Damit dies gelinge, müssten dringend
gegenüber der Politik geplante Auflagen in den Bereichen Immissions- und
Tierschutz abgewehrt werden. Es könne nicht sein, dass Deutschland immer wieder
auf EU-Vorgaben draufsattle und von der 1:1-Umsetzung abweiche. Dies würde die
deutschen Schweinehalter im Wettbewerb deutlich benachteiligen. Außerdem sei es
auch „wichtig, dass uns die Politik Spielraum lässt, um unsere Betriebe weiter
entwickeln zu können, selbstverständlich immer die gesellschaftliche Akzeptanz
vorausgesetzt“, stellte Möllers fest.
Möllers zeigte sich stolz „auf unsere
gute Position im Wettbewerb; darauf lässt sich aufbauen“. Die Erfolgsfaktoren
der Vergangenheit werden seiner Ansicht nach auch die der Zukunft sein: an aller
erster Stelle stehe das Know-how der gesamten Veredlungskette von der
Landwirtschaft über das Schlachtgewerbe, die Verarbeitung und die Vermarktung
der Fleisch- und Wurstwaren. Die gesamte Branche sei untereinander sehr gut
vernetzt, nicht zuletzt über QS. Sie sei innovativ und verstehe es sowohl in
der Landwirtschaft wie in den nachgelagerten Stufen „an den kleinen Schräubchen
zu drehen, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden“, so der
DBV-Vizepräsident.
Eine
klare Absage erteilte Möllers staatlichen Eingriffen. Sie würden Marktanteile
kosten, weil sie die Wettbewerbsfähigkeit einschränkten. Landwirte müssten sich
am Markt behaupten und im Wettbewerb bestehen. Dabei seien sie Marktrisiken
ausgesetzt, aber freiere Märkte böten auch größere Chancen. Um Marktkrisen
besser überstehen zu können seien die Veredler immer mehr gefordert,
Eigenvorsorge zu betreiben. Dazu zähle genaue Marktbeobachtung, um
beispielsweise beim Verkauf von Getreide und Ölsaaten günstige
Verkaufszeitpunkte zu erwischen, Ausfallversicherungen und eine ausreichende
Eigenkapitaldecke, „denn Liquidität geht wie wir wissen vor Rentabilität“,
stellte Möllers fest. Darüber hinaus erwartet Möllers, dass die neue
Bundesregierung die Risikoausgleichsrücklage beschließt, um die Steuerlast der
Betriebe gleichmäßiger über mehrere Jahre verteilen zu können. „Das wird unsere
Hauptforderung nach der Bundestagswahl sein. Damit würde die Eigenvorsorge
gestärkt und die Liquidität der Betriebe verbessert“, betonte der
DBV-Vizepräsident in der dbk-Oktoberausgabe, die sich schwerpunktmäßig mit der
Veredlung beschäftigt.
Ausgewählte Artikel zum Download:
Von ausgewählten Artikeln der dbk-Oktober-Ausgabe erhalten Sie hier eine Leseprobe:
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"In der Veredlung gut aufgestellt"
Das Auf und Ab des Schweinezyklus ist für die Veredler seit langem unternehmerischer Alltag.Hinzu kommen steigende Anforderungen der Gesellschaft an den Tierschutz, immer
größere Auflagen beim Stallbau und Wettbewerbsbenachteiligungen durch Verschärfungen
des nationalen Rechts gegenüber EU-Vorgaben. Die Deutsche Bauern Korrespondenz
sprach mit Franz-Josef Möllers, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch über den Veredlungsstandort Deutschland.
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größere Auflagen beim Stallbau und Wettbewerbsbenachteiligungen durch Verschärfungen
des nationalen Rechts gegenüber EU-Vorgaben. Die Deutsche Bauern Korrespondenz
sprach mit Franz-Josef Möllers, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch über den Veredlungsstandort Deutschland.
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Erfolgreich am Weltmarkt
Über 700 Schweinehalter diskutierten beim Veredlungstag 2009 des DBV am 16. September
2009 bei der AGARVIS Raiffeisen AG in Münster mit hochkarätigen Gästen die ganze
Bandbreite drängender Herausforderungen in der Schweinehaltung. DBV-Vizepräsident
und Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz-Josef
Möllers, verdeutlichte in seinem Eingangsreferat, dass sich die deutsche Schweinehaltung
trotz Wirtschaftskrise und entgegen des Bestandsrückgangs in anderen EU-Mitgliedstaaten
als robust erwiesen habe und die Produktion sogar ausdehnen konnte. Gemeinsam
mit den vor- und nachgelagerten Betrieben sei es gelungen, die Wettbewerbsposition
Deutschlands als Veredlungsstandort zu festigen. Möllers warnte jedoch davor, sich mit
dem Erreichten zufriedenzugeben. Er sprach sich für gebündelte Aktivitäten von Wirtschaft
und Politik aus, um das Marktpotenzial für deutsches Schweinefleisch im Export auszuschöpfen.
Zugleich forderte er eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage, um den heftigen
Turbolenzen auf den Bezugs- und Absatzmärkten zu begegnen.
2009 bei der AGARVIS Raiffeisen AG in Münster mit hochkarätigen Gästen die ganze
Bandbreite drängender Herausforderungen in der Schweinehaltung. DBV-Vizepräsident
und Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz-Josef
Möllers, verdeutlichte in seinem Eingangsreferat, dass sich die deutsche Schweinehaltung
trotz Wirtschaftskrise und entgegen des Bestandsrückgangs in anderen EU-Mitgliedstaaten
als robust erwiesen habe und die Produktion sogar ausdehnen konnte. Gemeinsam
mit den vor- und nachgelagerten Betrieben sei es gelungen, die Wettbewerbsposition
Deutschlands als Veredlungsstandort zu festigen. Möllers warnte jedoch davor, sich mit
dem Erreichten zufriedenzugeben. Er sprach sich für gebündelte Aktivitäten von Wirtschaft
und Politik aus, um das Marktpotenzial für deutsches Schweinefleisch im Export auszuschöpfen.
Zugleich forderte er eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage, um den heftigen
Turbolenzen auf den Bezugs- und Absatzmärkten zu begegnen.
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Umweltanforderungen in der Tierhaltung - Effizienz statt Verzicht!
Seit 20 Jahren nehmen die Umweltanforderungen der EU, des Bundes und der Länder für
die Landwirtschaft und speziell die Tierhaltung zu. Angefangen von der Nitrat-Richtlinie
über das Wasserrecht bis hin zu Anforderungen des Emissionsschutzes und der Umweltverträglichkeitsprüfung,– die Tierhaltung in Deutschland muss heute höchsten Umweltanforderungen gerecht werden. Parallel dazu wurden die Viehbestände besonders bei Schweinen und Geflügel im gleichen Zeitraum ausgedehnt. Das Größenwachstum und die zunehmende Spezialisierung der Betriebe sind besonders in den Veredlungsregionen – auch bei begrenzter Flächenverfügbarkeit – dadurch mit dem Umweltschutz vereinbar, dass überbetriebliche Verwertungsmöglichkeiten der Wirtschaftsdünger und technische Neuerungen in der Emissionsminderung genutzt werden. Dieser Weg muss weiter beschritten werden.
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Umweltanforderungen in der Tierhaltung - Effizienz statt Verzicht!
Seit 20 Jahren nehmen die Umweltanforderungen der EU, des Bundes und der Länder für
die Landwirtschaft und speziell die Tierhaltung zu. Angefangen von der Nitrat-Richtlinie
über das Wasserrecht bis hin zu Anforderungen des Emissionsschutzes und der Umweltverträglichkeitsprüfung,– die Tierhaltung in Deutschland muss heute höchsten Umweltanforderungen gerecht werden. Parallel dazu wurden die Viehbestände besonders bei Schweinen und Geflügel im gleichen Zeitraum ausgedehnt. Das Größenwachstum und die zunehmende Spezialisierung der Betriebe sind besonders in den Veredlungsregionen – auch bei begrenzter Flächenverfügbarkeit – dadurch mit dem Umweltschutz vereinbar, dass überbetriebliche Verwertungsmöglichkeiten der Wirtschaftsdünger und technische Neuerungen in der Emissionsminderung genutzt werden. Dieser Weg muss weiter beschritten werden.
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Interessenten können die dbk direkt beim Deutschen Bauernverband bestellen:
Die Zeitschrift erscheint monatlich und kann gegen eine Gebühr von 31,50 Euro inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer abonniert werden über m.steinmetzer@bauernverband.net oder per Fax. 030-31904-431
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