Ausbildung
Marktinformationen: Schnell und aktuell
Nachhaltigkeitszertifizierung
26.11.2009
Biopatente- Chance oder Sündenfall?
„Es kann nicht sein, dass sich einzelne Unternehmen durch Patente Monopole auf Pflanzen, Tiere und Züchtungsverfahren sichern, die Bauern und Züchter seit Generationen weiterentwickelt haben.“ Dies stellte Dr. Helmut Born, der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), auf dem zweiten Berliner Forum „Biopatente – Chancen oder Sündenfall?“ fest. Der DBV hat diese Veranstaltungsreihe gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht sowie der Edmund-Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank initiiert, „damit gerade bei diesem heiß diskutierten Thema Juristen verstehen, wovon die Landwirte sprechen und umgekehrt“, betonte Born.
Der DBV sei überzeugt, dass die Patentierung im Bereich der Tier- und Pflanzenzucht den Züchtungsfortschritt hemme. Die enormen Entwicklungen in der Züchtung seien bislang maßgeblich durch den Wettlauf um die besten Sorten, Tierrassen und Züchtungsverfahren erreicht worden. Stillstand durch die Schaffung von Monopolen, wie sie das Patentrecht vermitteln könne, sei das Aus für eine lebendige mittelständische Züchtungsbranche, die es in Europa glücklicherweise noch gebe. Wie Born hervorhob, sorgen sich Landwirte zunehmend, dass durch Patente der Zugang zum weltweiten Genpool erschwert würde und Züchter statt ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen zu können, ständig Patentanwälte konsultieren und über Lizenzvergaben verhandeln müssen. Patente sind in der Biologie, wo man Prozesse nicht immer steuern könne, nicht das richtige Instrument. Vielmehr habe sich der Sortenschutz als Motor des Züchtungsfortschritts bewährt, so Born.
Der DBV sei überzeugt, dass die Patentierung im Bereich der Tier- und Pflanzenzucht den Züchtungsfortschritt hemme. Die enormen Entwicklungen in der Züchtung seien bislang maßgeblich durch den Wettlauf um die besten Sorten, Tierrassen und Züchtungsverfahren erreicht worden. Stillstand durch die Schaffung von Monopolen, wie sie das Patentrecht vermitteln könne, sei das Aus für eine lebendige mittelständische Züchtungsbranche, die es in Europa glücklicherweise noch gebe. Wie Born hervorhob, sorgen sich Landwirte zunehmend, dass durch Patente der Zugang zum weltweiten Genpool erschwert würde und Züchter statt ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen zu können, ständig Patentanwälte konsultieren und über Lizenzvergaben verhandeln müssen. Patente sind in der Biologie, wo man Prozesse nicht immer steuern könne, nicht das richtige Instrument. Vielmehr habe sich der Sortenschutz als Motor des Züchtungsfortschritts bewährt, so Born.
Born wertete es als positiv, dass auch in Bundestag, Bundesrat und Ministerien das Thema Biopatente immer häufiger streitig diskutiert würde. Zudem findet sich im neuen Koalitionsvertrag eine Passage, in der es heißt, dass die Regierung die Patentierung von landwirtschaftlichen Nutztieren und Pflanzen ablehnt. Auch wenn dazu auf europäischer Ebene „dicke Bretter zu bohren seien“, wird der DBV sich weiterhin für eine Änderung der Biopatentrichtlinie einsetzen, betonte Born.
Born wies auf die enormen Aufgaben hin, vor denen die Landwirtschaft in Zukunft steht: neben der Ernährung einer rasch steigenden Weltbevölkerung und der Energieversorgung durch Agrarrohstoffe müssten die Bauern gleichzeitig dem Unwillen des Wetters und des Klimas Paroli bieten. Diesen steigenden Anforderungen könne man nur mit guten Grundlagen Rechnung tragen. „Dazu sind wir auf intensive Züchtungs- und Forschungsarbeit angewiesen. Wir müssen auch im weltweiten Genpool nach Eigenschaften suchen und solche nutzen können, die in dem uns bislang zugänglichen Genpool fehlen. Auch bewährte Verfahren in der Züchtung dürfen uns nicht verschlossen werden“, forderte Born. Patente führten dabei in eine Sackgasse.
Born wies auf die enormen Aufgaben hin, vor denen die Landwirtschaft in Zukunft steht: neben der Ernährung einer rasch steigenden Weltbevölkerung und der Energieversorgung durch Agrarrohstoffe müssten die Bauern gleichzeitig dem Unwillen des Wetters und des Klimas Paroli bieten. Diesen steigenden Anforderungen könne man nur mit guten Grundlagen Rechnung tragen. „Dazu sind wir auf intensive Züchtungs- und Forschungsarbeit angewiesen. Wir müssen auch im weltweiten Genpool nach Eigenschaften suchen und solche nutzen können, die in dem uns bislang zugänglichen Genpool fehlen. Auch bewährte Verfahren in der Züchtung dürfen uns nicht verschlossen werden“, forderte Born. Patente führten dabei in eine Sackgasse.
SUCHE
Erweiterte Suche
TERMINE
Alle Termine
Aktuelle Presseartikel
?Wir fordern eine steuerfreie Risikorücklage?
03.09.2010: In guten Zeiten etwas für die schlechten zurücklegen - so sollen die Landwirte trotz schwankender Erträge ihr Einkommen sichern, fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Gerd Sonnleitner. mehr
?Ein Vergelt?s Gott an die Bauern?01.09.2010: Bundesministerin Ilse Aigner spricht bei Karpfhamer Fest - Überwiegend Harmonie bei... mehr
Enttäuschende Ernte - aber kein Engpass26.08.2010: Wetterextreme lassen Erträge der Bauern um knapp zwölf... mehr
Über 400 Brutplätze für Feldlerchen in Hessen25.08.2010: Hüttenberg (rok/pm). Für den Naturschutzbund (NABU) Hessen und den Hessischen Bauernverband ist die vor einem Jahr gemeinsam initiierte Naturschutzaktion »Lerchenfenster für Hessen« ein voller Erfolg. mehr
Juli-Hitze und August-Regen Bauern beklagen miserable Ernte25.08.2010: Erst zu trocken, dann zu nass: Die Erntebilanz 2010 fällt für die Bauern in Deutschland enttäuschend aus - der Getreideertrag ist um fast zwölf Prozent eingebrochen. Jetzt steigen die Preise für Agrarrohstoffe. mehr
Für eine Handvoll Körner25.08.2010: Enttäuschende Erträge nach den Wetterkapriolen ? Versorgungsengpässe drohen jedoch nicht ?Bauern müssen sich auf das Auf und Ab bei den Preisen einstellen? Berlin - Statt golden schimmernder Weizenfelder unter blauem Himmel gab es in diesem Jahr auf deutschen Äckern oft Halme mit hängenden Köpfen. mehr
Hiesige Landwirte landesweit auf Platz 124.08.2010: Die Hälfte der Bauern im Landkreis nimmt am Agrarumweltprogramm (NAU... mehr
Wanderhirten ziehen im Protestzug nach Brüssel23.08.2010: Duisburg. Mit einem Protestzug von Berlin nach Brüssel wollen Wanderschäfer EU-Auflagen bekämpfen, die ihrer Ansicht nach die Existenz des Berufes bedrohen. Bundesweit gibt es nur 29 Auszubildende im ersten Lehrjahr. mehr
Es blüht so bunt auf den Äckern23.08.2010: Fürstenfeldbruck - Wenn auf ganz normalen Äckern Königskerzen, Färberkamillen, Disteln und Sonnenblumen blühen, wundert sich der Betrachter: Hat der Landwirt sein Feld nicht... mehr
Acker wird zur Bienenweide23.08.2010: Königsfeld ? An warmen, sonnigen Tagen ist das gemütliche Summen und Brummen so laut im Feld, dass die Freude von Bienen, Hummeln und Co regelrecht hörbar ist. Und zu sehen: Auf jeder Blüte machen sich gleich mehrere Nektar- und Pollensammlerinnen emsig zu schaffen. mehr
Videos
Sichern Sie sich den Ratgeber zur Erbschaftsteuer!






