Ernte 2010
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11.01.2010

 

dbk 12/09 

Thema des Monats:
Agrartechnik und Nachhaltigkeit
weitere Themen:
Debatte über EU-Landwirtschaft entbrannt
Bundesministerin Aigner im Interview
Situationsbericht: Landwirte unter Druck
Russlands schwerer Weg
 
 
Gemeinsame Agrarpolitik hat „klaren europäischen Mehrwert“
Bundesministerin Aigner im dbk-Interview
 
„Die Landwirte, genauso wie alle anderen Unternehmer, benötigen in erster Linie eine langfristige Planungssicherheit, insbesondere im Hinblick auf die finanzielle Ausstattung der Gemeinsamen Agrarpolitik, und die geeigneten Rahmenbedingungen, um erfolgreich zu wirtschaften. Ich möchte daher die Benachteiligung deutscher Betriebe durch national verschärfte Umsetzung von EU-Recht ausschließen, eine dauerhafte Entlastung beim Agrardiesel schaffen und die Agrarexportförderung deutlich ausbauen.“ Das sagte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, mit Blick auf ihre weitere Amtszeit als Ressortchefin im Aktuellen Interview der Dezemberausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk). Auch bei der Lebensmittelkennzeichnung wolle die Ministerin für Wahrheit und Klarheit sorgen: „Irreführungen der Verbraucher sind nicht hinnehmbar, daher werde ich die Standards für die Kennzeichnung noch klarer fassen.“
 
Mit dem Sonderprogramm für die Landwirtschaft würden für die kommenden zwei Jahre Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 750 Millionen Euro bereit gestellt. Dieses Sonderprogramm sei Bestandteil eines Gesamtpakets, mit dem die Bundesregierung die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gebündelt und optimiert habe. „Damit reagieren wir schnell und effektiv auf die gegenwärtigen Probleme der deutschen Landwirtschaft und insbesondere der Milcherzeuger. So geben wir den Betrieben Sicherheit für die kommenden Wirtschaftsjahre“, betonte die Ministerin gegenüber der dbk.
 
Mit Blick auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) betonte Ministerin Aigner deren „klaren europäischen Mehrwert“. Sie fördere eine wettbewerbstarke landwirtschaftliche Produktion, die für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung sorge und Ressourcenmanagement, Klimaschutz und erneuerbare Energien sicherstelle. Daher ist es aus Sicht der Ministerin erforderlich, die GAP in der 1. und 2. Säule auch nach 2013 finanziell gut auszustatten. Dazu müsse sich die Bundesregierung abstimmen und positionieren. „Ich gehe davon aus, dass es im Hinblick auf die Agrarpolitik bei der im Koalitionsvertrag festgelegten Linie bleibt“, so die Ministerin.
 
Weitere Beiträge der dbk befassen sich im Schwerpunkt „Agrartechnik und Nachhaltigkeit“ damit, wie mit moderner und innovativer Landtechnik Ressourcen geschont und Agrarproduktion effizient gestaltet werden kann. Eine Kurzdarstellung des Situationsberichts 2010 erläutert und kommentiert die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe im Wirtschaftsjahr 2008/09 und deren Aussichten für das laufende Wirtschaftsjahr 2009/10.
 
 
Ausgewählte Artikel zum Download:
Von ausgewählten Artikeln der dbk-Dezember-Ausgabe erhalten Sie hier eine Leseprobe:
 
 
Debatte über Zukunftskonzept der europäischen Landwirtschaft entrannt
Wer im November dieses Jahres die Agritechnica in Hannover besucht hat, dem dürften sich beim Gang durch die Hallen zwei grundlegende Trends eingeprägt haben: Die Schlagkraft der Leitmaschinen in der Landtechnik wird immer größer, gleichgültig ob es sich um den Ackerschlepper, den Häcksler, die Pressen oder die Grasmäher handelt. Und: Die künstliche Intelligenz dieser Maschinen wird gleichzeitig immer raffinierter. Elektronik für fast alles in und um die Maschinen herum macht die Arbeit der Menschen ganz sicherlich immer leichter und ersetzt sie kontinuierlich in ihren Steuerungs- und Kontrollaufgaben. Computer (vernetzt mit dem PC zuhause), Sensoren und Kameras steuern den Be- und Entladevorgang, verpassen dem Mähdrescher ein Langzeitgedächtnis, welches den nachfolgenden Düngerstreuer oder die Pflanzenschutzspritze nach dem Drusch- und Ernteergebnis steuert.
 
 
"Künftig mehr mit weniger produzieren"
Ilse Aigner, bleibt auch in der neuen Bundesregierung Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Deutsche Bauern Korrespondenz sprach mit Bundesministerin Aigner darüber, was sie sich für die neue Amtszeit vorgenommen hat und wie sie die Zukunft der Landwirtschaft gestalten will.
 
 
Mit technischen Innovationen Ressourcen schonen
Die Landwirtschaft ist ein hoch innovativer Sektor! Diese Aussage löst bei vielen Menschen oftmals zunächst Kopfschütteln und Unverständnis aus. Landwirtschaft und Innovation - dieses Verhältnis scheint geradezu ein Beispiel für ein perfektes Paradoxon. Die Landwirtschaft gilt gemeinhin als ein archaischer Wirtschaftszweig, in dem vor allem schwere körperliche Handarbeit zählt. Zudem hat sich das Bild teilweise gefestigt, dass der Einsatz von Technik der Natur und den Ressourcen eher schadet als nützt. Doch hat sich in der Landwirtschaft diesbezüglich ein rasanter Wandel vollzogen, um den eigenen, aber auch den gesellschaftlich gewachsenen Ansprüchen an eine moderne nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft gerecht zu werden.
 
 
Interessenten können die dbk direkt beim Deutschen Bauernverband bestellen:
Die Zeitschrift erscheint monatlich und kann gegen eine Gebühr von 33,50 Euro inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer abonniert werden über m.steinmetzer@bauernverband.net oder per Fax. 030-31904-431
 
 
  
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