© DBV
Ackerbau

Kartoffelanbau in Deutschland

Ein Überblick

Die Kartoffel als Hackfrucht ist aus der deutschen Landwirtschaft und Küche nicht wegzudenken. Sie gehört zu den wichtigsten Produkten der deutschen Agrarwirtschaft.
 
In Deutschland wurden 2012 auf 238.100 Hektar Kartoffeln erzeugt. Im Jahr 2000 waren es noch knapp über 300.000 Hektar. Der rückläufige Trend hält derzeit an. Zum einen ist dies den straffen Marktbedingungen geschuldet und zum anderen auch dem stetig in der Landwirtschaft voranschreitenden Strukturwandel. Durch den hohen Grad an Mechanisierung ist darüber hinaus die Arbeit auf dem Feld rationalisiert und intensiviert worden.
 
In Deutschland umfasste die Ernte 2012 10,6 Millionen Tonnen, hauptsächlich wurden Speisekartoffeln angebaut. Diese Fläche beläuft sich auf ca. 97.000 Hektar. Verarbeitungskartoffeln bzw. Stärkekartoffeln nehmen 60.000 Hektar bzw. 65.000 Hektar in Anspruch.
 
Knapp 1,4 Millionen Tonnen Kartoffelprodukte finden ihren Absatz außerhalb Deutschlands.
 
Die Verwendung zur Verfütterung hat in den letzten Jahren etwas abgenommen. Machte dieser Bereich im Jahr 2007/08 noch rund 730.000 Tonnen aus, so dürfte dies aktuell bei etwa 500.000 Tonnen liegen. Annähernd konstant ist der Bedarf an Pflanzkartoffeln – dieser lag die letzten Jahre immer bei knapp 600.000 Tonnen. Die Verwertung von Kartoffeln in Brennereien umfasst rund 100.000 Tonnen.
 
Mit einer Anbaufläche von circa 103.500 Hektar ist Niedersachsen das Kartoffelbundesland mit der höchsten Anbaufläche, gefolgt von Bayern mit rund 41.700 Hektar. Der dritte im Bunde ist Nordrhein-Westfalen. Hier werden auf ca. 27.000 Hektar Kartoffeln erzeugt.