29.05.2026

Am 1. Juni ist Internationaler Tag der Milch. An diesem Tag wird ein Lebensmittel in den Mittelpunkt gerückt, das für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag gehört: Milch, die im Kaffee, im Müsli, als Joghurt, Käse oder Butter genossen wird. Diese Selbstverständlichkeit verdeckt jedoch, dass hinter jedem Liter Milch eine Erzeugung steht, die an 365 Tagen im Jahr Verantwortung erfordert. Als Deutscher Bauernverband nehmen wir diesen Tag zum Anlass, um diese Leistung sichtbar zu machen. "Mit Leidenschaft, fachlicher Expertise und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein sichern unsere Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger gemeinsam mit ihren Familien Lebensmittelqualität, Versorgungssicherheit sowie Umwelt- und Klimaschutz", betont der Vizepräsident und Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes, Karsten Schmal.

Gleichzeitig stehen Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger erheblichen Herausforderungen gegenüber. Stark schwankende Erzeugerpreise, hohe Energie- und Betriebsmittelkosten sowie unsichere politische Rahmenbedingungen erschweren die langfristige Betriebsplanung. Investitionen in Tierwohl, moderne Technik und nachhaltige Bewirtschaftung lassen sich betriebswirtschaftlich nur rechtfertigen, wenn politische und wirtschaftliche Grundlagen verlässlich sind.

Vor diesem Hintergrund sind Markteingriffe nach Art. 148 GMO kein geeignetes Instrument, da sie unternehmerische Handlungsspielräume und die Flexibilität der Preisfindung gleichermaßen einschränken. Der Deutsche Bauernverband fordert zum Internationalen Tag der Milch deshalb die im Koalitionsvertrag zugesicherte Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage sowie den konsequenten Abbau auflageninduzierter (Bürokratie-)Kosten.

Der Internationale Tag der Milch ist mehr als nur ein symbolischer Anlass. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf den gesellschaftlichen Wert eines Sektors, der täglich für Ernährungssicherheit, Lebensqualität und Wertschöpfung im ländlichen Raum sorgt. Entscheidend dafür ist politisches Handeln. Benötigt werden verlässliche, investitionsfreundliche und bürokratisch entlastete Voraussetzungen, die den Milcherzeugerinnen und Milcherzeugern die unternehmerische Freiheit verschaffen, die für ihre Arbeit unerlässlich ist.