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Tierhaltung | Tierschutz | Tiergesundheit
Vieh und Fleisch
| von Melanie Coutellier

Viehbestandserhebung November 2025

Signifikante Veränderungen in den Rinder- und Schweinebeständen in Deutschland

Die aktuelle Viehbestandserhebung aus November 2025 zeigt anhaltende Rückgänge im Gesamtrinderbestand sowie eine Stabilisierung der Bestände in der Schweinehaltung auf anhaltend niedrigem Niveau. Nach dem großen Bestandsverlust in der Milchviehhaltung im Verlauf des Jahres 2024 zeigen sich die Bestände nun weitestgehend stabil. Der langfristige Strukturwandel in der Landwirtschaft bleibt deutlich sichtbar und stellt große Herausforderungen für die Zukunft der Viehhaltung in Deutschland dar.

Die aktuelle Viehbestandserhebung aus November 2025 zeigt anhaltende Rückgänge im Gesamtrinderbestand sowie eine Stabilisierung der Bestände in der Schweinehaltung auf anhaltend niedrigem Niveau. Nach dem großen Bestandsverlust in der Milchviehhaltung im Verlauf des Jahres 2024 zeigen sich die Bestände nun weitestgehend stabil. Der langfristige Strukturwandel in der Landwirtschaft bleibt deutlich sichtbar und stellt große Herausforderungen für die Zukunft der Viehhaltung in Deutschland dar.

Rinderbestand: 

  • Der Gesamtrinderbestand sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % auf nun insgesamt 10.420.269 Tiere.
  • Von November 2015 bis 2025 sank der gesamte Rinderbestand um insgesamt 17,5 %.
  • Seit den 1980er Jahren fand eine Halbierung der Bestände statt.
  • Im letzten Jahr stieg allerdings die Anzahl der Milchkühe um 0,2 % auf 3.596.633 Tiere. Ursache dafür war die gute Milchpreisentwicklung in den zurückliegenden Monaten.
  • Im Schnitt sind die Milchkuhbetriebe gewachsen: von 57 Milchkühen in 2015, auf 76 Kühe in 2025.
  • Der Mastbullenbestand sank im letzten Jahr um 0,3 % auf aktuell 764.397 Tiere, die Zahl der pro Betrieb gehaltenen Bullen stieg geringfügig auf 15 Tiere.
  • Von 2015 bis 2025 verringerte sich die Anzahl der Mastbullen um 20,2 %.
  • Die Mutterkuhhaltung zeigt minimal rückläufige Tendenzen: Während die Zahl der Betriebe um 0,7 % auf 51.196 anstieg, nahm die Anzahl der Mutterkühe um 0,4 % auf insgesamt 618.088 Tiere ab.

Schweinebestand: 

  • Die Zahl der Betriebe sank im letzten Jahr um 2,6 % auf 15.220, während die Gesamtzahl der Schweine um 1,4 % auf 21.488.600 Tiere zunahm.
  • Nach einem enormen Rückgang zwischen 2020 und 2022, hat sich der Bestand angesichts der bis Mitte September 2025 guten Schweinepreise in den zurückliegenden Monaten auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau vorerst stabilisiert. Die Bestände sind allerdings auf einem so geringen Level wie zuletzt in den frühen 1960er Jahren.
  • Von 2015 bis 2025 ging die Zahl der Betriebe um 40,8 % und die Schweinebestände um 22,3 % zurück, was auf einen erheblichen Strukturbruch hinweist.
  • Die Zuchtsauenhaltung verzeichnete im letzten Jahr einen Betriebsrückgang um 3,4 %, während die Anzahl der Zuchtsauen aufgrund der bis Mitte September 2025 guten Ferkelpreise um 1,4 % auf 1.417.500 anstieg.
  • Von 2015 bis 2025 gingen die Sauen haltenden Betriebe um 49,9 % zurück.
  • Der Bestand der Zuchtsauen nahm in den letzten 10 Jahren um 28,2 % ab, bedingt durch die über lange Zeit mangelnde Attraktivität und Rentabilität in der Ferkelerzeugung.

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