Shamonda-Virus
Neue Tierseuche gefährdet Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Alpakas
Was ist das Shamonda-Virus?
Das Shamonda-Virus (SHAV) gehört zur Gruppe der Orthobunyaviren und ist unter anderem mit dem Schmallenberg-Virus verwandt. 2026 wurde es erstmals in Mitteleuropa nachgewiesen. In Deutschland zirkulieren derzeit zwei unterschiedliche Varianten, SHAV-EU1 und SHAV-EU2, die vermutlich unabhängig voneinander eingeschleppt wurden.
Welche Tierarten können betroffen sein?
SHAV-EU1 wurde bislang bei Rindern, Schafen, Ziegen, Pferden und Alpakas nachgewiesen. SHAV-EU2 wurde bisher vor allem bei Rindern festgestellt. Welche weiteren Tierarten empfänglich sind, wird noch untersucht.
Wie erfolgt die Übertragung?
Übertragen wird das Virus vor allem durch blutsaugende Gnitzen. Das Infektionsrisiko ist daher während der Hauptaktivitätszeit der Gnitzen von Juli bis Oktober besonders hoch. Eine direkte Übertragung zwischen Tieren spielt offenbar keine wesentliche Rolle. Eine Übertragung vom Muttertier auf den Fötus gilt dagegen als wahrscheinlich.
Welche Symptome treten auf?
Bei erwachsenen Rindern verläuft die Infektion meist mild und kann Fieber, Durchfall sowie einen Rückgang der Milchleistung verursachen. Besonders relevant sind mögliche Infektionen während der Trächtigkeit, da Aborte, Totgeburten und Missbildungen befürchtet werden. Bei Pferden wurden zudem neurologische Störungen beobachtet.
Gefahr für den Menschen?
Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf Infektionen oder Erkrankungen beim Menschen.
Was können Tierhalter tun?
Eine spezifische Behandlung oder Impfung steht derzeit nicht zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen deshalb der Schutz vor Gnitzen sowie eine frühzeitige Erkennung und Überwachung des Infektionsgeschehens.
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