|
F.R.A.N.Z.
| von Dr. Anna Bobrowski

F.R.A.N.Z.-Projekt

Biologische Vielfalt bildet eine zentrale Grundlage für intakte Ökosysteme und damit auch für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die weltweit wachsende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten steht häufig im Spannungsfeld zur Bewahrung der Artenvielfalt, wodurch Zielkonflikte entstehen. Seit 2016 entwickelt das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben über 15 praxistaugliche Biodiversitätsmaßnahmen, um die Artenvielfalt in Agrarlandschaften zu erhalten und zu fördern.

Biologische Vielfalt bildet eine zentrale Grundlage für intakte Ökosysteme und damit auch für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die weltweit wachsende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten steht häufig im Spannungsfeld zur Bewahrung der Artenvielfalt, wodurch Zielkonflikte entstehen. Seit 2016 entwickelt das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben über 15 praxistaugliche Biodiversitätsmaßnahmen, um die Artenvielfalt in Agrarlandschaften zu erhalten und zu fördern.

Das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. wird von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband durchgeführt. Wissenschaftlich begleitet wird es durch die Thünen-Institute für Lebensverhältnisse in Ländlichen Räumen, Betriebswirtschaft und Biodiversität sowie die Universität Göttingen und das Michael-Otto-Institut im NABU. Die in den Projektregionen ansässigen Landesbauernverbände und deren Kulturlandschaftsstiftungen betreuen und beraten zum Teil mit weiteren Partnern vor Ort die Demonstrationsbetriebe.

Das Projekt umfasst ein Netz von zehn Demonstrationsbetrieben in ganz Deutschland. Um die Maßnahmen auch auf andere Betriebe bundesweit übertragen zu können, wurden für die jeweilige Region typische landwirtschaftliche Betriebe eingebunden.

Ein besonderer Fokus des F.R.A.N.Z.-Projekts liegt darauf, dass alle Maßnahmen sowohl ökologisch wirksam als auch ökonomisch tragfähig und praktikabel sind. Betriebsleiter, Biodiversitätsberatende und die Wissenschaft arbeiten im Dialog auf Augenhöhe kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Maßnahmen, um ihre Übernahme in betriebliche Abläufe sicherzustellen und weiter zu optimieren.

Das langfristig angelegte ökologische Monitoring ermöglicht es, die Wirksamkeit der Maßnahmen für spezifische Zielarten sowie die gesteigerten Effekte von einer Kombination unterschiedlicher Maßnahmen wissenschaftlich zu belegen. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit beeinflusst Akzeptanz, Umsetzbarkeit und Praxistauglichkeit. Das betriebswirtschaftliche Monitoring bietet Empfehlungen für die finanzielle Ausgestaltung von Biodiversitätsmaßnahmen. Die praktischen Erfahrungen der Betriebsleiter und die sozioökonomische Forschung führen zu konkreten Erkenntnissen und Empfehlungen zum Abbau von Hemmnissen im bestehenden Förder- und Ordnungsrecht sowie zur Entwicklung effizienter Optimierungen. 

Die Übertragung der Maßnahmen in die Breite der Landwirtschaft gelingt durch ihre Aufnahme in Förderprogramme der Bundesländer sowie durch die Implementierung in weiterführenden Projekten mit Fokus auf Agrarbiodiversität.

Das Projekt wird ressortübergreifend unterstützt. Die Förderung erfolgt mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. 

Links: www.franz-projekt.de // instagram