10.02.2026

Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, betont vor dem Hintergrund des bekannt gewordenen Entwurfs für einen Klimaschutzplan 2026 des Bundesumweltministeriums, dass die Landwirtschaft beim Klimaschutz ihre Hausaufgaben gemacht habe. Der Sektor befände sich bereits auf dem Zielpfad und werde in den Jahren 2021 bis 2030 die zulässigen Jahresemissionsmengen deutlich unterschreiten. „Der Klimaschutzplan muss aber die Sonderrolle der Landwirtschaft in der Ernährungssicherung und als Teil der Lösung stärker herausstellen. Schon heute erzeugen wir im weltweiten Vergleich Milch mit einem geringen CO2-Fußabdruck und sind Vorreiter in Sachen Klimaeffizienz. Maßnahmen, die auf innovative Lösungen im Bereich der Methanreduktion abzielen, wie im Bereich der Futterzusatzstoffe oder Tierzucht, sind zwar der richtige Weg, es fehlt aber eine Neubewertung der Klimawirkung von Methan. Zudem dürfen Klimaschutzmaßnahmen der Zukunft kein Showstopper bei der Wettbewerbsfähigkeit sein oder auf Bestandsreduktion oder Produktivitätsverlust abzielen“, so Sabet.

Auf Unterstützung stoßen die geplante Investitionsförderung bei Technik oder Maßnahmen zur Umstellung auf Biokraftstoffe, betont Sabet. Kritisch sieht der DBV die Zielpfade bei den Kohlenstoffsenken. Hier sei ein produktionsorientierter Ansatz weiterhin nur schwer erkennbar: „Maßnahmen, wie z. B. die Erhöhung des Kohlenstoffspeicherpotenzials in Mineralböden, müssen mit wirtschaftlichen Anreizen für die Betriebe einhergehen. Nur so wird es möglich sein, das volle Potential zu heben“, betont DBV-Generalsekretärin Sabet.