Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, sieht in den Beschlüssen der Agrarministerkonferenz Licht und Schatten. Das zukünftige Düngerecht müsse vor allem zügig, gemeinsam mit den Bauern auf den Weg gebracht werden. „Jegliche Verschärfungen lehnen wir ab. Wir brauchen Einzelfall- und Verursachergerechtigkeit. Betriebe, die schon jetzt gewässerschonend arbeiten, müssen in Zukunft bedarfsgerecht düngen können. Die Umsetzung duldet auch keinen langen Aufschub, denn unsere Bauern benötigen in erster Linie Verlässlichkeit und Planungssicherheit."
Darüber hinaus begrüßt der DBV die Beschlüsse zum Umgang mit der Patentierung von Saatgut/Nutzpflanzen im Rahmen der Deregulierung der Neuen Züchtungsmethoden. „Diese sind ein starkes Signal an die europäischen Institutionen, den berechtigten Bedenken des Berufstandes bezüglich der zu erwartenden negativen Wirkungen von Patenten im Bereich der Pflanzenzüchtung endlich angemessen Rechnung zu tragen. Nun ist es wichtig, dass die Bundesregierung sich mit voller Kraft auf Brüsseler Ebene dafür einsetzt und dafür sorgt, die - auch ohne Patente - hochinnovative europäische Züchterlandschaft zu erhalten“, so Generalsekretärin Sabet. Bei einigen anderen Themen, wie beispielsweise der GAP, bleiben die Beschlüsse hinter den Erwartungen zurück.
