Die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes e.V. und der Jungbauernverband aus Uganda, die Young Farmers’ Federation of Uganda (UNYFA), laden am 26. März 2026 zur digitalen Abschlussveranstaltung des deutsch-ugandischen Austauschprogramms CoffeeXchange ein. Die Veranstaltung findet von 12:00 bis 14:00 Uhr (MEZ) via Zoom statt und präsentiert die Ergebnisse eines zehnmonatigen Jugend- und Fachaustauschs im Kaffeesektor.
CoffeeXchange vernetzte ab Juni 2025 jeweils fünf junge Fachkräfte aus Deutschland und Uganda. Ziel des Programms war es, nachhaltige und gerechtere Partnerschaften entlang der globalen Kaffeewertschöpfungskette zu entwickeln – mit besonderem Fokus auf menschenwürdige Arbeit und wirtschaftliche Perspektiven im Sinne von SDG 8. Das Programm wird durch die Teams Up! Initiative des Deutsch-Afrikanisches Jugendwerk bei Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
Während zwei intensiver Begegnungsphasen in beiden Partnerländern erhielten die Teilnehmenden umfassende Einblicke in Produktion, Verarbeitung, Zertifizierung und Vermarktung von Kaffee. In Uganda standen unter anderem Besuche bei Forschungs- und Brancheninstitutionen sowie Hospitationen bei Kaffeeproduzent*innen im Mittelpunkt. In Deutschland lernten die ugandischen Teilnehmenden die Konsumentenseite kennen – von Fair-Trade-Organisationen über Zertifizierungsstellen bis hin zu Spezialitätenröstereien. Zwischen den Begegnungen vertieften Expert*innen-Webinare das Fachwissen zu Themen wie Direct Trade, EU-Regularien, Zertifizierungssystemen, Finanzierungsmöglichkeiten und Klimaanpassungsstrategien.
Fünf deutsch-ugandische Tandems entwickeln eigene Geschäftskonzepte
In dem Programm arbeiten die deutschen und ugandischen Teilnehmenden als Tandem, die gemeinsam innovative Geschäftskonzepte für einen nachhaltigeren Kaffeehandel erarbeiten. Diese werden im Rahmen der digitalen Abschlussveranstaltung erstmals öffentlich vorgestellt. Neben den Präsentationen bietet die Veranstaltung Raum für Diskussionen, Austausch und Vernetzung mit Vertreter*innen aus Landwirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Handel und Zivilgesellschaft.
CoffeeXchange setzt sich bewusst mit strukturellen Ungleichheiten im globalen Kaffeehandel auseinander. Produzierende Länder erhalten häufig nur einen Bruchteil des Endverkaufspreises, obwohl sie die Hauptarbeit und Risiken tragen. Das Programm hinterfragt bestehende Handelsmodelle kritisch und entwickelt praxisnahe Ansätze für gerechtere wirtschaftliche Perspektiven für Kaffeeproduzent*innen.
Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier. Interessierte können sich bis zum 20. März 2026 beim Projektverantwortlichen Johannes Leberer (j.leberer@schorlemer-stiftung.de) zur Abschlussveranstaltung anmelden. Der Austausch findet auf Englisch statt.
