Die Verhandlungen über den künftigen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU und die GAP nach 2027 gehen in eine entscheidende Phase. Aus Sicht der Landwirtschaft kommt es jetzt darauf an, ein starkes, zweckgebundenes Agrarbudget, eine echte gemeinsame Agrarpolitik und verlässliche Rahmenbedingungen für Einkommen, Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und lebendige ländliche Räume zu sichern.
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, stellt vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen klar: „Wir brauchen 500 Milliarden Euro für die zukünftige GAP. Nur durch eine starke, eigenständige und ausreichend finanzierte GAP können wir die anstehenden Herausforderungen meistern. Zudem muss die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft im Vordergrund stehen. Dabei muss die Entwicklung der ländlichen Regionen ein elementarer Bestandteil der europäischen Förderpolitik bleiben.“
Arnaud Rousseau, Präsident des französischen Bauernverbands (FNSEA), betont: „Die FNSEA fordert ein klares Ziel: Der Haushalt darf nicht gekürzt werden, die GAP darf nicht zersplittert werden. Die GAP muss eine Wirtschaftspolitik im Dienste der Landwirte bleiben, um deren Einkommen zu verbessern. Die Landwirtschaft muss als das anerkannt werden, was sie ist: eine strategische Säule der Sicherheit der Europäischen Union.“
Das gemeinsame Papier bündelt die zentralen deutsch-französischen Anliegen für die anstehenden MFR- und GAP-Verhandlungen: den Schutz des Agrarbudgets, den Erhalt des gemeinsamen Charakters der GAP, eine wirksame Einkommensstützung, eine starke ländliche Entwicklung und echte Vereinfachung für die Betriebe. Außerdem untermauern DBV und FNSEA erneut die entschiedene Ablehnung von verpflichtender Kappung und Degression.
FNSEA und DBV fordern die französische und die deutsche Regierung sowie das Europäische Parlament auf, sich in den anstehenden Verhandlungen entschlossen für eine starke, gemeinsame und ausreichend finanzierte Agrarpolitik einzusetzen, die den landwirtschaftlichen Betrieben in Europa Planungssicherheit und Zukunftsperspektiven gibt.
Das gemeinsame Papier ist hier abrufbar.
