29.01.2026

Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, begrüßt grundsätzlich das Vorhaben der Regierungskoalition, den Schutz kritischer Infrastrukturen in Deutschland zu stärken, kritisiert jedoch, dass in dem Papier aus dem Koalitionsausschuss weder die Landwirtschaft noch Ernährungs- oder Versorgungssicherheit explizit benannt werden: „Ein Schlüsselfaktor für Versorgungs- und Ernährungssicherheit ist eine starke heimische Landwirtschaft, mit ebenso stabilen Lieferketten. Die deutsche Landwirtschaft erzeugt mit vielfältigen Strukturen und Betrieben, die von bäuerlichen Unternehmerinnen und Unternehmern getragen werden, hochwertige und sichere Nahrungsmittel, nachwachsende Rohstoffe und Energie. Darüber hinaus ist sie Garant der gesellschaftlichen Stabilität - maßgeblich getragen von dem wichtigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Netzwerk der Landwirtschaft und der Bauernfamilien. Aus diesem Grund muss auch die Landwirtschaft grundsätzlich immer mitgedacht werden, wenn es um den Schutz kritischer Infrastruktur geht. Ernährungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern systemrelevant.“

Im Zuge der Corona-Pandemie wurde die Land- und Ernährungswirtschaft von Bund und Ländern als kritische Infrastruktur eingestuft, um die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. „Landwirtschaft muss grundsätzlich als kritische Infrastruktur betrachtet werden, nicht erst im Krisenfall“, so DBV-Generalsekretärin Sabet.