16.01.2026

Anlässlich des Neujahrsempfangs des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Grünen Woche 2026 will der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, vor allem nach vorne schauen. Nach einem in vielerlei Hinsicht herausfordernden Jahr brauche es dringend positive Signale für die Wirtschaft und die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft, damit wieder mehr Optimismus in der Branche entstehen könne, rief der Bauernpräsident den rund 1.000 Gästen aus Politik, Agrar- und Ernährungswirtschaft zu – unter ihnen auch EU-Agrarkommissar Christophe Hansen und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer.

„Die Politik steht vor der großen Aufgabe, der Landwirtschaft endlich wieder Perspektiven zu bieten. Die Stimmung ist derzeit gedämpft, dennoch brauchen wir dringend einen positiveren Blick in die Zukunft. Unsere Landwirtschaft ist eine Zukunftsbranche und wird von der Gesellschaft gebraucht“, betont Rukwied.

Zudem sei die Landwirtschaft eine vom Generationengedanken geprägte Branche. „Unsere Familien bauen darauf, dass auch künftige Generationen erfolgreich Landwirtschaft betreiben können. Das muss sich auch in der Politik widerspiegeln. Die EU muss etwa neben der Verteidigungsfähigkeit auch die Ernährungssicherheit in den Vordergrund stellen, zudem brauchen wir eine starke GAP“, so der Bauernverbandspräsident.

Die Vereinten Nationen haben 2026 zum internationalen Jahr der „Frauen in der Landwirtschaft“ erklärt. „Der Deutsche Bauernverband wird dieses Thema nicht nur hier auf der Grünen Woche, sondern das ganze Jahr über in den Vordergrund stellen. Bei Unternehmensübernahmen oder Neugründungen liegt der Anteil von Frauen mittlerweile bei achtzehn Prozent. Das begrüße ich sehr. Eine Betriebsübernahme ist für Frauen eine echte Chance für ihre berufliche und private Zukunft. Wir werden mit unserem Mentoringprogramm Frauen auch darin bestärken, sich ehrenamtlich im Verband zu engagieren“, so Rukwied.