Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, erkennt in der am 5. März 2026 erzielten Trilog-Einigung zwischen den europäischen Institutionen zur Reform der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) eine Verbesserung gegenüber den ursprünglichen Vorschlägen der EU-Kommission.
Dennoch werden durch die Einführung verpflichtender schriftlicher Verträge unternehmerische Freiheiten eingeschränkt, neue Bürokratie aufgebaut und Einkommen in der Landwirtschaft gefährdet. Immerhin öffnet die Einigung im Trilog den Mitgliedstaaten die Tür, von Ausnahmeregelungen im Milchsektor und in weiteren Sektoren wie z. B. Kartoffeln oder Zwiebeln Gebrauch zu machen.
„Es ist wichtig und aus deutscher Sicht notwendig, dass der Spielraum für nationale Ausnahmeregelungen da ist. Jetzt liegt es an der Bundesregierung, diese Instrumente auch vollumfänglich anzuwenden und bewährte Modelle in der Vermarktung von Milch und anderen landwirtschaftlichen Produkten zu stärken. Wir Landwirte brauchen volle unternehmerische Freiheit bei der Vertragsgestaltung“, so Bauernpräsident Rukwied.
